Errichtung und Segnung des neuen Gipfelkreuzes der Maukspitze vom 20. bis 22. Juni 2026

Das neue Gipfelkreuz der Maukspitze wurde in Zusammenarbeit vom Alpenverein Haag und von der Landjugend aus Going erfolgreich errichtet.

Am Samstag um 8:00 Uhr war Treffpunkt für die Helfer am Vereinsheim in Haag. Mit viel notwendigem Gepäck für drei Tage, Bergausrüstung für Jeden, Werkzeug, Weißwürscht und Brezen machten sie sich auf den Weg nach Going in Tirol.

Nach der Ankunft brachten 24 Haager und 11 Goinger das Gipfelkreuz im noch zerlegtem Zustand bei mittlerweile 30 Grad Hitze zur oberen Regalm. Den letzten Abschnitt bis zur Ackerlhütte musste alles per Hand getragen werden – nur eine kleine Etappe. Aber hierbei wurde dem ein oder anderen wieder bewusst, was die Haager Alpenvereinsjugend vor vielen Jahren bei der Ersterrichtung Ende der 60iger Jahre geleistet hat, als sie den Transport aus dem Tal bis zur Maukspitze an mehreren Wochenenden mit viel Kraftanstrengung absolvierten.

An der Ackerlhütte wurde das Gipfelkreuz zusammengebaut und alles für die am nächsten Morgen stattfindende Segnung des neuen Kreuzes vorbereitet.

Der Berggottesdienst war für Sonntag 11:00 Uhr angesetzt. Ca. 150 Bergwanderer versammelten sich bei strahlendem Sonnenschein und einem wunderbarem Blick auf die Felsen des Wilden Kaisers. Diakon Andreas Klein hielt umrahmt von sieben Ministranten eine würdige Bergmesse und segnete anschließend das neue Gipfelkreuz. Einen besonderen musikalischen Rahmen boten hierbei die  Ramsauer 6er Musik und das Haager Vereinsmitglied Helga Brenninger, die unter anderem mit ihrem selbstgeschriebenen Lied `Gipfelbrenna` begeisterte.
Neben den beiden Bürgermeistern aus Haag und aus Going war auch der Ehrengast Anderl Bacher mit seinen 87 Jahren anwesend. Er war damals im Jahre 1967 beim Aufstellen des ersten Gipfelkreuzes beteiligt.

Alois Kern – auch ein damaliger Kreuzaufsteller – konnte leider aus gesundheitlichen Gründen an diesem feierlichen Tag nicht teilnehmen. Er begleitete die jetzigen Vorbereitungen aber immer mit regem Interesse und verfasste ein paar herzliche Grußworte für die Segnung, die von Toni Oberkandler vorgelesen wurden. Natürlich durfte darin die ein oder andere lustige Anekdote von damals nicht fehlen.

Nach der Segnung war für alle Anwesenden noch die Gelegenheit, bei Getränken und Kuchen zu ratschen und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Während die Tagesgäste im Laufe des Nachmittags abstiegen, blieb das Helferteam für die Übernachtung auf der Ackerlhütte um am nächsten Tag zeitig aufbrechen zu können. Dabei entschloss sich ein Teil der Jugend aufgrund der warmen Witterung, an den Grundmauern der alten Ackerlhütte etwas weiter oben im Freien zu biwakieren.

Am Montag morgen ging es dann los. Bei Morgendämmerung um 4:30 Uhr machten sich 14 Helfer auf den Weg zum Gipfel (und Toni ins Tal um gemeinsam mit Flo zum Abflugort des Hubschraubers in Erpfendorf zu fahren). Um 6:00 Uhr wurde die Maukspitze erreicht. Nach einigen Vorbereitungen war das Team wie vereinbart ab 7:00 Uhr parat und zugegeben, auch etwas nervös.

Zwei weitere Helfer gingen zur Regalm runter um dort später das alte Gipfelkreuz auszuhängen und im mitgebrachten Anhänger zu verstauen.
Währenddessen flogen Toni und Flo mit drei Flugbegleitern der Firma Kitzair mit dem Hubschrauber von Erpfendorf in Tirol bis zur Maukspitze hoch und setzten dort Toni, Flo und zwei Flugbegleiter direkt am Gipfel ab.

Anschließend wurde das neue Gipfelkreuz von der Ackerlhütte bis zur Maukspitze geflogen und im gleichem Zuge das alte Kreuz zur Regalm transportiert. Durch die genaue Vorarbeit hatte der Helikopter keine Mühe, das neue Gipfelkreuz exakt in die noch intakten Metallschienen von damals hineinzuheben.

Um 8:00 Uhr konnte bereits mit dem Anbringen der Abspannseile und des Gipfelbuchkastens sowie Beschilderung begonnen werden. Um 10:30 Uhr waren dann alle bereits wieder wohlbehalten an der Ackerlhütte angekommen und den Gipfelschnaps hatte sich jetzt jeder redlich verdient.

Alle waren sichtlich zufrieden und somit ging es gegen Mittag wieder runter vom Berg und ein ereignisreiches Wochenende ging zu Ende und wird allen Beteiligten sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

In den Tagen danach wurde das ehemalige Maukkreuz nach 59 Jahren wieder nach Haag gebracht.

Wenn der Aufsteller nicht mehr zum Gipfelkreuz kommen kann, kommt das Gipfelkreuz halt zum Aufsteller!

Auch hier gab es noch zahlreiche freudige und auch emotionale Momente, als sich die Familie von Sepp Herzog meldete. Er war damals ebenfalls mit Leidenschaft an der Ersterrichtung dabei. Dem Sepp und seiner versammelten Familie konnte eine große Freude bereitet werden, als das Gipfelkreuz auf dem Anhänger transportiert, zur Wiedersehen bei ihm daheim in seinem Hof einbog.

Bei Alois Kern konnte mit der gleichen Aktion ein ebenso besonderer Moment mit Gänsehaut ausgelöst werden. Für das „Begleitpersonal“ kredenzte Familie Kern zur Belohnung Weißwürscht mit Brezen und Lois erzählte so etliche Anekdoten von der Erstaufstellung.

Aktuell ist das ehemalige Maukkreuz bei Alois Kern eingelagert- wo es einst gebaut wurde und die Überlegungen für einen würdigen Platz zum in Ehren halten sind im vollem Gange.

Die Sektion vom Alpenverein Haag bedankt sich herzlich bei der Landjugend Going und allen Unterstützern für die hervorragende Zusammenarbeit bei dieser rundum gelungenen Aktion.

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