Pünktlich um 7:00 Uhr starteten wir zu zweit (Werner und ich) in Richtung Bayrischzell zur Begehung des Seebergkopf. In Altdorf stieg Renate zu und in Hundham sammelten wir Manfred ein. Manfred lotse uns dann sicher durch die kleine Umleitung da die Hauptstrecke nach Fischbachau gesperrt war.
Nach gut einer Stunde erreichten wir den Parkplatz Seebergkopf und machten uns „Bergfertig“. Vorbei am Minigolfplatz stiegen wir in Serpentinen im lichten Wald empor zu einem ersten Aussichtspunkt mit schönem Blick auf den Wendelstein und hinunter nach Bayrischzell. Der weitere Weg führte uns in südlicher Richtung mit Blick ins Ursprungstal. Kurz vor dem Erreichen der Neuhütte musste die Schlüsselstelle, eine (waagrechte) Leiter mit Bohlen überwunden werden. Die Überquerungshilfe bereitete keinerlei Probleme, eher staunten wir über die Konstruktion. An der Neuhütte legten wir am Gedenkstein des Krieges zwischen Bayern und Tirol (1805-1809) eine kleine Trinkpause ein.
Als nächstes wanderten wir weiter in nördlicher Richtung hinauf zur Seebergalm. Halb um den Berg rum ergaben sich schöne Blicke auf die Rotwand, Ruchenköpfe, großem und kleinen Traiten und in weiter Ferne war unter anderem der Großvenediger zu erkennen. An der Alm gings dann etwas steiler über einen Grashang in rund 45 Minuten auf den Gipfel des Seebergkopfs. Bei der Ankunft war es noch verhältnismäßig ruhig, was sich aber noch gewaltig ändern sollte. Wir verbrachten eine herrliche Gipfelrast, genossen die Sonne und den wunderbaren Ausblick auf den Wendelstein, Breitenstein und aufs Sudelfeld.
Manfred machte den Vorschlag auch noch das zweite Gipfelkreuz an der Seebergschneid aufzusuchen. Teilweise weglos ging es in 20 Minuten im leichten Auf und Ab über den Grat in nördlicher Richtung hinüber zur Seebergschneid. Hier lag noch in einigen Senken jede Menge Altschnee und Werner versuchte sich im Schneeball werfen. Am zweiten Kreuz machten wir nochmals eine ausgiebige Rast, waren völlig alleine und genossen gleich zwei Stamperl Gipfelschnaps den Werner uns kredenzte. Dass unsere Entscheidung richtig war zeigte uns dann der Rückweg, der Hauptgipfelhang war nun voll belegt mit Wanderern, sodass wir uns gleich auf den Abstieg zur Seebergalm machten.
Da wir zeitlich bestens dran waren, entschieden wir uns den Rückweg über die Klareralm und der Niederhofalm einzuschlagen. Hier legten wir nochmals eine kleine Trinkpause am Gedenkkreuz ein. Der weitere Weg führte uns entlang des Wackbachtals mit einer seilgesicherten Schlüsselstelle hinunter ins Tal. Entlang des Radweges wanderten wir zurück zum Ausgangspunkt.
Nun war die Zeit reif für eine Einkehr und Manfred wusste auch hier einen sehr schönen ruhigen Ort. So fuhren wir zurück nach Hundham und nach der Ortschaft links hinunter zum „Hofcafe beim Melcher“, ein echter Geheimtipp, ruhig und idyllisch am Fuße der Leitzach gelegen. Ausgiebig füllten wir unseren Flüssigkeitsverlust wieder auf und genossen die großen Kuchenstücke.
Gegen 17:00 Uhr begaben wir uns wieder auf die Heimfahrt, verabschiedeten uns von Manfred in Hundham und schließlich in Altdorf von Renate.
Statistik: rund 800 Höhenmeter und 14.5 km Strecke
Fazit: landschaftlich, wettertechnisch, kulinarisch und mit bestens motivierten Mitgehenden ein wunderbares Bergerlebnis.
Mit dabei waren: Renate, Manfred, Werner und Tom
Bericht: Tom
Bilder: Werner und Tom








