Der wahrscheinlich einzig seilfreie Hausberg von Garmisch-Partenkirchen war unser heutiges Tourenziel. Bei wenig Verkehr kamen wir nach unserem Start um 6:00 Uhr in Haag (und Zustieg von Franz im Forst) flott voran, durchquerten München auf dem Mittleren Ring und kamen am Parkplatz an der Windbeutelalm gegen 7:45 Uhr an. Dort wurden wir schon von Gisi und Martin erwartet und starteten kurz vor 8:00 Uhr bei trockener und sonniger Witterung die Überschreitung des Kramers.
Oberhalb der Maximilianshöhe ging es unschwierig über einen unmarkierten Steig zur St. Martins Hütte am Grasberg. Dort kamen uns kurzzeitig unsere ortskundigen Mitgeher abhanden und wir gingen über die aussichtsreiche Felsenkanzel bis auf etwa 1.500m Höhe. Am dortigen Abzweig wählten wir die Variante Richtung Königsstand und anschließend einen sehr steil ansteigenden und uns gut ins Schwitzen bringenden, schmalen sowie luftigen Steig zwischen den Latschen zum Katzenkopf auf 1.817m.
Nach einer kurzen Gipfelrast ging es ein paar Höhenmeter hinunter auf den Normalweg, den mehr oder weniger am Grat verlaufenden Kramersteig und wir waren wieder komplett. Wir passierten die Mittergernnadel und in einem langen Bogen peilten wir anschließend die Gipfelpassage an. Am Kramerspitz 1.985m gab es die verdiente Brotzeit, einen Zwetschgendatschi von Gisi und etwas Flüssigobst vom Tourenleiter sowie das obligatorische Gipfelfoto. Leider zogen aus dem Loisachtal immer etwas Wolken von unten herauf, so dass wir das markante Alpspitz- und Zugspitzmassiv nur wenig zu Gesicht bekamen.
Danach machten wir uns auf den Weg über den Predigtstuhl zur Stepbergalm, auf der wir noch auf ein Getränk einkehrten. Für den Abstieg wählten wir nun die Option über das „Gelbe Gewänd“, eine markante, gelblich-erdfarbene Felsformation an den Südwesthängen des Kramermassivs.
Den Parkplatz erreichten wir nach rund 1.300 Höhenmetern und 18 Kilometern um etwa 17:00 Uhr und die fast staufreie Rückfahrt über Wolfratshausen und Sauerlach endete um 19:00 Uhr wieder in Haag.
Mit Ausnahme einer Alpen-Braunelle und einem Kolkraben am Kramerspitz gab es keine erwähnenswerten Tiersichtungen, auch die Pflanzenwelt ist schon herbstlich, die Laubbäume leuchten herrlich gelb und rot.
Teilnehmende: Franz, Gerhard, Gisi, Maria, Martin, Melanie, Monika, Sepp, Stefan und Sylvia
Organisation, Fotos und Bericht: Werner







