Tag 1
14.03.2026 Samstag Anreisetag
Autofahrt über 700km Abfahrt 6 Uhr Ankunft ca. 16 Uhr.
Von Mühldorf ist Sepp mit seinem Kombi gestartet -der Gemeindebus stand leider nicht zur Verfügung- und hat Oliver in München Germering, den Martin in Landsberg und Klaus in Memmingen abgeholt.
Bis Bregenz war es nur bewölkt, ab dann war es meistens regnerisch mit Schneefall. Die Fahrt ging via Chur, Mailand Turin bis Susa, eine kleine Stadt etwa 40 km westlich von Turin.
Nach dem Grenzübergang von der Schweiz nach Italien wurde an der ersten Autobahnraststätte eine Capo-Pause mit Imbiss eingelegt.
In Susa angekommen machten wir einen kleinen Ortsrundgang durch das nette historische Städtchen. Natürlich durfte ein Besuch in einem kleinen Café mit Capo und Gebäck nicht fehlen. Die Berge rundherum waren vom frischen Schneefall angezuckert.
Dann gings ins Hotel Convent. Von Sepp bereits gebucht (45 Euro ÜF). Ein sehr hübsches, historisches Gebäude, eben ein Konvent. Das Abendessen haben wir dort eingenommen und waren mit dem Essen (25 Euro bei 4 Gängen) und dem vom Sepp ausgewählten Rotwein sehr zufrieden. Noch ein kurzer Absacker an der Bar und dann gings auch schon ab ins Bett.
Tag 2
15.03.2026 Sonntag
Nach einem sehr guten und reichhaltigen Frühstück gings von Susa in gut 1 Stunde Fahrt nach Aussois in Frankreich. In Italien war noch Schmuddelwetter, nach dem Frejus-Tunnel (ca. 60 Euro für 13km „Wucher“) hatten wir blitzeblauen Himmel. In Aussois auf knapp 1.500 Metern lagen gut 30cm Neuschnee. Noch kurz einige Sportgeschäfte abgeklappert um noch ein paar Bandschlingen, Schnüre usw. zu besorgen.
Da es so schönes Wetter hatte, wir frühzeitig startbereit waren, entschieden wir uns abweichend von der Planung, für den Aufstieg ohne Liftunterstützung. Auf der Piste gings gegen Mittag los. Der Schnee war schon etwas faul und die Sonne heizte uns ein. Nach etwa 1 Stunde zog es zu und Wind kam auf. Nach gut 3 Stunden und 1000 HM bei ca. 6,4 Km kamen wir am Refuge de la Dent Parachee auf 2515 Meter an.
Dort wurden wir sehr freundlich begrüßt und uns wurden unsere Lagerplätze gezeigt. Eine kostenfreie Saune und Duschmöglichkeiten überraschten uns positiv. Bei einer Brotzeit mit Creps und Omelett wurde im rustikalen Ess-/Aufenthaltsraum über den weiteren Tourenfortgang diskutiert. Insbesondere die zu erwartenden Sturmböen und die Neuschneelage am nächsten Tag bei einer sehr engen und steilen Gradüberschreitung machten uns „Sorgen“.
In der Hütte nächtigten mehrere Gruppen mit lokalen Führern. Die Führer waren sehr nett und auskunftsbereit und erklärten uns in Deutsch und englisch, dass der Weg zum Col Labby von ihnen bereits gespurt wurde und die Überschreitung mit Ski sehr gut möglich wäre. Der Wetterbericht hat sich auch von bewölkt zu Sonnenschein verbessert. So konnten wir das sehr gute Abendessen mit Rotwein genießen. Noch vor 22 Uhr gings ab ins Lager.
Tag 3
16.03.2026 Montag
Refuge de la Dent Parrachee 2515 Meter – Col de Labby 3324 Meter – Glacier de la Mahure – Refuge de IÀrpont 2310 Meter
860 Hm rauf 1070 Hm runter bei 10,6 km
Nach der ersten Lagernacht -natürlich gab es genug Schnarcher auch unter uns- gings zum Frühstück. Für französische Hüttenverhältnisse war dieses sehr üppig. Wir haben uns entschieden, nach den geführten Gruppen aufzubrechen, um eine gute Aufstiegsspur in dem uns unbekannten Gelände zu haben und den Übergang trotz eigenem Tourentrack problemloser zu finden. Los gings um 8.30 Uhr mit Klettergurt, Karabiner, Bandschlingen, Reepschnüren und Eisschrauben an den Hüften (was den Rucksack etwas erleichterte).
Es war strahlend blau, angenehme Temperatur und kaum Wind. Gemütlich gings los, leider frischte der Wind deutlich auf, und die Jacken mussten wieder aus dem Rucksack. Es steilte deutlich auf und die letzten 100 HM waren sehr anstrengend mit einer fordernden Querung. Dann war der Col de Labby mit 3324 Metern erreicht. Für die fast 900 HM haben wir gut 2.45 Stunden benötigt. Oben hat es stark gezogen. Wir mussten die Ski am Rucksack befestigen und auf der anderen Gradseite einige Meter absteigen, was ohne Probleme ging.
Die Abfahrtshänge sahen sehr gut aus, soweit einsehbar. Die Ski angeschnallt und los gings. Leider waren die Schneebedingungen alles andere als gut. Windverpresst, Harschdeckel und manchmal recht tiefer Schnee der die Skispitzen schnell nach unten zog. Dann kamen wirklich sehr starke Windböen auf, die uns die Eiskristalle ins Gesicht peitschten. Mit den schweren Rucksäcken ging die Abfahrt schon sehr in die Oberschenkel, da oft Rückenlage notwendig war. Wir haben noch zwei Mal kleinere Aufstiege mit Fellen zu bewältigen und eine Steilstufe in der Abfahrt hinter uns zu bringen. Dann war unsere Tagesziel, das Refuge de IÀrpont auf 2310 Meter nach gesamt 5 1/2 Stunden inkl. kurzer Trinkpausen erreicht.
Bei besseren Schneebedingungen (ohne Windverpressungen und Harschdeckel) und ohne Sturm wären die Abfahrtshänge ein echter Traum. Sonne pur mit blitzeblauem Himmel.
Im Refuge wurden uns unsere Lagerplätze zugeteilt. Schöne Waschräume leider nur mit eisig kaltem Wasser.
Der Aufenthaltsraum mit Holzofen und Ledersitzsofas war toll. Dort gab’s erst mal Caffe au Lait. Später wurde noch die Qualität der Creps getestet. Auch auf dieser Hütte waren einige Gruppen (auch die vom Vortag) mit Führern, mit denen wir uns auf Deutsch und englisch austauschten. Der Serviceleiter der Hütte konnte sehr gutes Deutsch.
Das Abendessen war zwar nicht so gut wie am Vortag, aber auch recht schmackhaft.
Die Planung für den Folgetag war dann das Gesprächsthema bis zum Bettgehen.
Tag 4
17.03.2026 Dienstag
Refuge de IÀrpont 2310 Meter – Lac de Chasseforet 2770 Meter – Glacier du Pelve – Col du Pelve 3050 Meter – Pointe Quest du Mont Peleve 3100 – Glacier de la Roche Ferran 3200 Meter – Refuge du Col de la Vanoise 2516 Meter.
Bereits am Vorabend haben wir entschieden die ursprüngliche geplante Route via Dome de Chasseforet 3586 Meter abzuändern. Da wir einen Großteil im unübersichtlichen Gelände spuren hätten müssen und durch den starken Wind am Vortag die Lawinenlage sich deutlich verschärfte. Daneben war es von Vorteil, dass sich eine geführte Truppe auf der von uns geänderten Route vor uns befinden wird.
Wir starteten um ca. 7.50 Uhr bei strahlend blauem Himmel und wenig Wind erst leicht ansteigend. Dann steilte es deutlich auf und der Schnee war hart gefroren, so dass Harscheisen notwendig waren, besonders für eine recht ausgesetzte Hangquerung. Nach 400 Hm und knapp 1 1/2 Stunden erreichten wir das unübersichtliche Plateau des Lac de Chasseforet und holten den geführten Skitrupp ein. Hier machten wir eine kurze Pause. Wir folgten den anderen in geringen Abstand (der Tourenführer, der auch deutsch sprach, hatte nichts dagegen). Im steten Auf und Ab ging es über das Plateau. Ab dem Clacier du Peleve gings wieder aufwärts, zwar steil aber im gemütlichen Tempo. Abweichend zur Skiroute in der Karte sind wir nicht im unteren Becken des Gletschers gegangen, sondern am äußersten hohen/steilen Rand gut 100 HM über dem Col du Pelve. Erstmals konnten wir einen Teil des riesigen Glaciers de la Vanoise im gleißenden Licht sehen. Es waren 3 kleine Punkte (Skitourengeher) zu sehen.
Nun war eine lawinenkritische Querung mit sehr großem Abstand zum Vordermann notwendig. Sicher am Point Quest du Mont Pelve angekommen gings bis auf gut 3200 Meter am rechten Rand des Glacier de la Roche Ferran, fast neben der Steilwand des Mont Pelve, hinauf. Hier rasteten wir und genossen die Aussicht auf den Mont Blanc und die Grand Casse. Da wir nun so hoch am Rand des Gletschers standen, konnten wir in der Spur der geführten Gruppe fast ohne Schieben den Gletscher queren (ansonsten hätten wir gut 2 km über den Gletscher mit Fellen gehen müssen). Jetzt endlich hatten wir fast 400 HM Abfahrtsgenuss mit Pulver und nicht zu harschigen Schnee. Die Hütte Refuge du Col de la Vanoise kam in Sicht und wurde kurz darauf mit kurzer Schieberei erreicht. Nach gut 7 1/2 Sunden gesamt ca. 1100 HM und über 10 km Strecke war die heutige Tour zu Ende. Super Wetter, nur ab und zu Wind. Durch die Spur des Skiführeres hatten wir wohl den besten Track für diese Überschreitung. Es war eine gute Entscheidung auf die ursprünglich geplante Route zu verzichten, die fast 5 km länger und mindestens 300 HM mehr gewesen wäre. Von der Spurarbeit und der Wegfindung mal ganz abgesehen.
Am Refuge angekommen haben wir uns gleich angemeldet und unser Lager bezogen. Die Hütte ist sehr groß und wohl ein Neubau mit Biotoilette ohne Waschmöglichkeiten im Winter.
Das Abendessen war akzeptabel. Erstmals hörten wir neben französisch ein paar englische Gespräche. Von der kleinen Terrasse hat man einen recht guten Blick auf den Casse mit 3850 Metern und der Blankeiswand. Ein paar Spuren waren bis zum Eisfeld auf ca. 3300 Metern zu sehen. Die eigentlichen Steilstücke konnten nicht direkt eingesehen werden. Eine Tour auf diesen Berg ist Skibergsteigen nur für Könner.
Da der Wetterbericht für den Folgetag extreme Windböen, bis zu 90 km, und starke Bewölkung angesagt hat, haben wir die 2. Übernachtung auf dieser Hütte storniert, um am nächsten Tag gleich weiterzuwandern. Die Umbuchung wurde durch das Hüttenteam telefonisch mit der nächsten Hütte abgestimmt.
Ein langer, aber schöner Tourentag ging zu Ende mit frühen Zu Bett gehen.
Tag 5
19.03.2026 Mittwoch
Refuge du Col de la Vanoise 2516 Meter – Pralognan-la-Vanoise 1400 Meter – Refuge de Peclet-Polset 2474 Meter.
Gesamtstrecke 19,5 km, davon ca. 15 km im Aufstieg. Aufstieg 1045 HM. Abfahrt 1100 Meter.
Start um 7.30 Uhr bei blauem Himmel und angenehmen Temperaturen. Es ist noch nichts vom heutigen Wetterumschwung zu sehen.
Die nun folgenden 500 HM „Abfahrt“ bis zum Skigebiet wiesen die schlechtesten Bedingungen der gesamten Skiwoche auf. Hartgefrorene Spuren, in denen kein Abbremsen oder auch nur ein Schwung möglich waren. Neben unverspurten Harschdeckel, der bei jedem Schwung tief durchbrach und das Gleichgewicht mit dem schweren Rucksack kaum zu halten war. Endlich kam die Bergstation in Sicht, nun musste noch ein kleiner Steg über den rauschenden Bach gequert werden. Hier gings steil und vereist runter und gleich wieder steil rauf, Mut nehmen und rüber. Jetzt endlich war die frisch präparierte Piste erreicht. Zwar hart, aber sehr gut zu fahren. Es war noch kein Liftbetrieb, so hatten wir fast 600 HM frisch präparierte Piste für uns. Eine wahre Freude, endlich mal sausen und der Rucksack stört nicht. Unten im Ort Pralognan-la-Vanoise auf 1400 Meter gab’s einen Capo bzw. Café au Lait. Als wir weiterzogen, hat sich der Himmel bereits zugezogen. Erst über die Langlaufloipe (im Fußgängerbereich) und dann über die ewig lange Forststraße mit ein paar Kehren und einem kleinen Canyon. Der Wind frischte extrem auf, so dass man ab und zu stehen bleiben musste. Nach fast 3 Stunden erreichten wir das Refuge du Roc auf 1900 Metern. Dort machten wir Pause bei Omelett und Suppe, sowie Café. Es hat etwas aufgerissen und die Sonne kam für etwa 1 Stunde raus, sodass man den nun folgenden Weg einsehen konnte. Es zog sich aber noch mal gut 2 ½ Stunden hin, bis wir das Ziel, Refuge de Peclet-Polset auf 2470 Metern erreichten. Die letzten 150 HM waren recht steil bei miserabler Sicht ohne Konturen und starken Wind.
Der Eingang der Hütte (eine Art Tunnel) war teils zugefroren und man musste hier in die Knie gehen um nicht mit dem Pickel am Rucksack hängen zu bleiben.
Wir meldeten uns an und bezogen unser 6er Zimmerlager. Es war alles recht klamm. Toll war, es hat eine kostenfreie warme Dusche gegeben, die alle gleich nutzten. Der Ess-/Aufenthaltsraum war recht kühl, der Strum pfiff um die Hütte und pfiff auch durch die „Fensterdichtungen“. Erst nach dem Abendessen wurde es etwas angenehmer. Hier gab es gleich mehrere Käsesorten zur Auswahl. Nur wir und 1 Engländer waren die einzigen Ausländer in der vollen Hütte. Trotz des klammen Klimas im Zimmer konnte man gut schlafen.
Eine „ätzend“ lange Hatscherei war es heute schon!
Tag 6
19.03.2026 Donnerstag
Refuge de Peclet-Polset 2470 Meter – Dome de Polset 3497 Meter – Refuge de Peclet-Polset. Gesamt 10km und 1100 HM rauf und runter.
Nach einem spartanischen Frühstück, Kaffee mit Marmeladenbrot oder Zwieback gings gegen 7.30 Uhr los. Warm eingepackt gings die ersten Höhenmeter oberhalb des Lac Blanc in die Sonne. Erst mal ausziehen. Herrliches Wetter mit tiefblauem Himmel. Nun geht es sehr steil und mit Harscheisen bis zum Gletscher -Clacier de Gebroulaz- auf etwa 2700 Meter. Ab hier hatte es etwas Wind, so dass der Windbreaker recht angenehm war. Da wir anscheinend der letzte Trupp waren, der die Hütte verlassen hatte, konnten wir die Aufstiegsspur der vorausgehenden nutzen, was die Wegfindung problemlos machte (durch den Sturm am Vortag waren keine Altspuren zu sehen). Der Gletscher war recht angenehm zu gehen, Spalten waren nur kleinere zu sehen. Einige Eisabbrüche glänzten in Blau. Wir hielten uns auf der zweiten (in Aufstiegsrichtung) Gletscherzunge von gesamt 4. Mit kurzen Pausen und zum Schluss im Steilen, felsigen Spitzkehrengelände (hätten wir auch problemlos auf der rechten Seite umgehen können, wenn dies einsehbar gewesen wäre) erreichten wir nach 4 Stunden und gut 1000 HM den Gipfel des Dome de Polset mit 3497 Metern. Ein 360 Grad Panorama bei bester Sicht und nicht zu kalt. Alle Berge schimmerten im graublauen Schneepanzern. Im Norden sah man bereits grüne Täler. Der Gran Casse sah man die Steilheit und Extreme an. Das Mount Blanc Massiv war von Süden her sehr gut einsehbar. Da der Wind mit der Zeit etwas unangenehm wurde, entschlossen wir uns nach gut einer 1/2 Stunde zum Aufbruch um weiter unten zu Pausieren. Der Schnee sah so schön aus, auch die Hangneigung war nahezu perfekt, doch leider nichts als Bruchharsch und Windverpressung. Nun fuhren wir die Dritte Gletscherzunge runter, bis diese sich mit der vierten vereinte. Ein paar Spalten konnten wir problemlos ausweichen. Oliver ist einer Spur gefolgt, die zu einem Absatz führte, die zu einer Steilrinne abbrach. Es wurde diskutiert und wir 3 anderen folgten zum Absatz. Nach kurzer Abschätzung entschlossen wir uns zur Einfahrt in die Rinne. Da bereits einige Spuren vorhanden waren und die Rinne unten in gefahrloses Gelände auslief, war dies bei einen, „3er“ vertretbar. Die nächsten 500 HM Abfahrt waren super Pulver und schwerer Neuschnee, sehr gut zum Fahren. Unten angekommen machten wir eine ausgiebige Rast. Wären wir nicht schon mehrere Tage mit schwerem Gepäck unterwegs gewesen, hätte nichts gegen einen erneuten Aufstieg (außenherum, wie am Morgen) zur Rinneneinfahrt gesprochen.
So sind wir zur Hütte aufgestiegen, einige nutzten noch die Netzverbindung an der Sendeanlage in der Nähe der Hütte für Sozialnetworking. Der Essraum der Hütte war heute deutlich wärmer. Es waren auch weniger Gäste da. Nach dem Abendessen gings bald ins Zimmerlager.
Vom Gipfel und der tollen Rinne wohl der beste Skitourentag.
Tag 7
20.03.2026 Freitag
Refuge de Peclet-Polset 2470 Meter – Breche de la Croix de la Rue 2885 Meter – Refuge de la Dent Parrachee 2515 Meter – Skigebietsbergstation 2700 Meter – Aussois 1500 Meter Parkplatz.
Gesamt ca. 13km ca. 1200 HM rauf und fast 2000 HM runter
Nach dem mageren Frühstück gings gegen 7.30 Uhr erstmal mit einer Abfahrt von fast 150 HM bei sehr harschigem Schnee los. Im Schatten recht frisch. Nun gings auf der Spur, die wir bereits am Vortag gut einsehen konnten, gut 500 HM problemlos rauf (unser Plantrack wäre direkt auf der Seitenmoräne gewesen, die teilweise abgeblasen war mit vielen Steinen).
Nun hieß es Ski an den Rucksack, Steigeisen an die Schuhe und Pickel in die Hand. Es ging zum Teil gefühlt fast senkrecht eine Steilrinne rauf. Es waren gute Trittstufen vorhanden, es war nicht vereist, der Pickelstiehl konnte problemlos eingerammt werden. Die fast 100 HM gingen ganz schön in auf die Puste. Oben angelangt war das Gelände sehr angenehm. Wir verstauten die Aufstiegshilfen und fellten ab. Nach kurzer Rast gings zur Abfahrt. Auch hier in der Sonne boten die Schneeverhältnisse kein Abfahrtsvergnügen, Harschdeckel! Wir „fuhren“ auf etwa 2300 Meter ab, eine kleine Hochebene mit mehreren unbewirtschafteten Hütten. Nun wieder auffellen und bei Frühjahrswetter einer bereits von weiten sichtbaren Spur folgend mit ganz kurzer Gehpassage übers Gras, zum Refuge de la Dent Parrachee. Auf der Terrasse gab’s Creps und Suppe sowie Café au Lait. Nach der schönen Hüttenrast gings noch kurz runter (erstmals etwas Firn) und einer kurzen Querung Richtung Skigebiet von Aussois (fast nur Südhänge). Sepp bequatschte uns, noch auf der ganz flachen blauen Piste 200 HM bis zur Gipfelstation raufzugehen, um dann über 1200 HM auf der Südpiste abfahren zu können. Es war aber eine steile rote Piste und 300 HM, man sollte nicht immer alles glauben und auch mal am Smartphone selbst nachschauen.
Aber es hat sich wirklich gelohnt. Oben auf 2700 Meter hatten wir noch eine kurze Rast mit Traumausblick nach Süden. Dann gings auf sehr schön geneigten Pisten, bei superschönem weichem Schnee (manche sagen auch sulzig dazu) und sehr wenig Pistlern gut 1200 HM runter. Echt super!.
Am Auto um 15 Uhr angekommen wurde umgezogen und umgepackt. Dann gings los, diesmal über Annecy und Genf. Es wurde während der Fahrt entschieden, dass wir direkt nach Hause fahren ohne weitere Übernachtung. In der Schweiz vor Zürich sind wir noch bei einer Pizzeria eingekehrt. Feine Pizza!
Dann gings weiter bis Memmingen, wo Klaus abgesetzt wurde, in Landsberg stieg Martin aus und Oliver in München. Sepp musste noch bis Mühldorf.
Alle kamen gut nach Hause, auch wenn es dann schon Samstag war.
Sonstiges
1. Sepp vielen Dank fürs Fahren auf fast der gesamten Strecke mit deinem Auto.
2. Nochmals Sepp danke fürs Schleppen vom Seil, das wir zum Glück nicht gebraucht haben.
3. Dank auch für die Hüttenbuchungen durch Klaus S. der leider erkrankte und nicht dabei war, sowie Heinz, der bei den Hüttenbuchungen geholfen hat.
4. Wir hatten beim Hin- und Heimfahren keinen Stau oder Unfall und blieben pannenfrei.
5. Wir hatten sehr gutes Wetter, bis auf den einen Tag.
6. Fuchs auf über 2500 Metern Nähe der Hütte.
7. Sehr freundliche und auskunftsfreudige lokale Führer.
8. Auf allen Hütten gab es ausreichende Handylademöglichkeiten.
9. Auf allen Hütten wurden wir, als die wenigen Ausländer, freundlich und sprachlich sehr bemüht behandelt.
10. Keiner hatte einen schweren Sturz und keiner zog sich Verletzungen zu.
11. Keiner hatte Blasen oder Probleme mit den Füßen bzw. Skischuhen.
12. Viele Franzosen waren mit deutlich kleinerem Rucksack / Gepäck unterwegs.
13. Im Weinland Frankreich waren wir fast die einzigen, die zum Essen Wein tranken.
14. Obwohl fast jeden Tag die Sonne voll strahlte, hatte keiner von uns einen Sonnenbrand.
15. Keine Lawinen und keine Spaltenstürze.
Bericht: Martin Kellner
Dabei waren: Martin, Oli, Klaus und Sepp als Organisator




















