Begonnen hat alles mit einem Guru-Rätsel, zu dessen Aufklärung letztendlich Franz beitragen konnte… 🙂
Aufgepackelt mit unseren Rädern im Gemeindebus, ging´s zu dritt frühmorgens dem herrlichen Sonnenaufgang entgegen. Ziel war Hintersee im Berchtesgadener Land, unser Startpunkt und gleichzeitiger Treffpunkt für unsere vierte Teilnehmerin.
Die Anfahrt zur Bindalm mit dem Radl war das richtige Aufwärmprogramm bei kühlen Morgentemperaturen im Klausbachtal. Dann hieß es Skitragen bis zur Mittereisalm und noch weiter bis unterhalb der Jagdhütte, wo wir endlich auf die Ski umsatteln konnten.
Sonnengetränkt stiegen wir aufwärts im Pulver bis ins untere Hocheiskar, das Ziel noch in weiter Ferne – aber immer im Blick. Über welliges und gestuftes Gelände gelangten wir in den Hocheiskessel. Bei einer kurzen Pause beschäftigte uns die Frage, ob´s auf dem Kanapee wohl besser gewesen wäre? Nein, da waren wir uns alle einig – zumindest jetzt noch…
Es wurde steiler und aufgrund der allgemein geringen Schneemenge auch enger…
Zwar bisher a Traum der Schnee – aber zum geh´, diesmal weniger schee…. – rutschten wir doch immer wieder zurück, was in der Länge der Tour anstrengend war. Eine normalerweise lange Querung unterhalb der Steilstufe nach rechts war nicht möglich, sodass wir direkt in der Steilrinne rauf mussten. Die von weiter unten noch gut aussehende, enge Anstiegsspur, entpuppte sich mittlerweile, bedingt durch erste Abfahrten, total zerfahren und voller Schneehaufen. Letztlich erschien es uns einfacher, zu stapfen. Oberhalb der Rinne waren Scharte und Gipfelkreuz schon sichtbar. Auf den letzten 250 Höhenmetern flachte das Gelände kurz ab, bevor´s am Schluss nochmal ordentlich aufsteilte. Wie war das nochmal mit dem Kanapee?
Nach fünf Stunden in Sonne und Wind, war es soweit: Vier gewinnt!
Eingerahmt durch traumhafte Gipfel in nah und fern, waren wir alle am Ziel – Juhuuuu! Die letzten Meter bis zum Gipfelkreuz in guter Stapfspur ohne Ski.
Windbedingt eine kleine (gefühlt aber keine) Pause und ran an die Abfahrt, die nochmal so alles zu bieten hatte, was eine spannende Skitour auszeichnet.
Insgesamt war konzentriertes Fahren angesagt, da sich Felsen zeigten… und dann: Kurz Pulver, dann Harschdeckel, windbehandelter Schnee, Pressschnee, juhuuuuuu ein kurzer Pulverhang, dann wieder einbrechende Harschdeckel… – auf jeden Fall abwechslungsreich und anstrengend 😉
Über kupiertes Gelände weiter bergab, bevor wir entschieden, nicht Richtung Aufstiegsspur, sondern links über den steilen Eisgraben direkt zur Mittereisalm abzufahren. Die freien Latschengürtel sorgten für artistische Showeinlagen und mitunter fühlten wir uns wie in einem wilden „Military-Ritt“. Immer steiler und enger werdend, kurz die Ski tragend und dann entspanntes Auslaufen zur idyllischen Mittereisalm am plätscherndem Brunnen….endlich Pause…:-)
Weiter per pedes zur Bindalm, Aufsatteln der Räder, kurzes Fotoshooting und die restlichen 8 Kilometer nach Hintersee dann einfach nur laufen lassen….was für eine Wohltat!
Krönender Abschluss war das Kennenlernen und das nette Gespräch mit Hermann Buhl´s Tochter und Partner am Parkplatz, bevor wir in Ramsau schließlich auf die gelungene und anstrengende „Vier gewinnt Tour“ anstießen.
Teilnehmer „Vier gewinnt“: Kerstin, Franz, Hans H., Laura














