Radtour zum Ebersberger Forst (Biergarten Sankt Hubertus) am Samstag, 18. Juli 2026

Der Ebersberger Forst ist bei hochsommerlichen Temperaturen ein lohnenswertes Ziel für Radfahrer oder Wanderer und so trafen sich am Samstag den 18. Juli 2026 um 10:00 Uhr, 13 Haager DAV-Radler am ehemaligen Postparkplatz in Haag, zu einer Radtour durch den Forst und zum schattigen Biergarten beim Forsthaus „Sankt Hubertus“. Los ging es in Richtung Oberndorf, hoch zum Pferdehof „Holzapfel“ und weiter durch das „Schnaupinger Holz“ nach Lichtenweg. Rasant führt die Teerstraße von dort hinunter nach Weiher.

Am „Gasthaus Weiher“ vorbei bogen wir dann nach ca. 350 Meter links und wieder nach ca. 850 Meter rechts ab in Richtung Kemating. Die dazu notwendige Auffahrt, auf einem Feldweg, führt an einem Rothirschgehege vorbei. Sie war nicht steil, aber aufgeschottert und brachte einzelne Mitradler an ihre fahrerischen Grenzen. Letztendlich kamen aber alle unfallfrei in Mittbach an, um dann weiter in Richtung Kronacker und Neumühlhausen zu radeln. Als Ausgleich zur Auffahrt sausten wir nun, auf langgezogenem, sandigem Waldweg, bis Kronacker und weiter auf geteerten, verkehrsarmen Straßen zur „B12“ zum „Island-Pferde-Hof“ von Neumühlhausen. Hier überquerten wir die Bundesstraße und tauchten ein in die Kühle des Ebersberger Forst.

Der Ebersberger Forst ist mit etwa 90 km2, das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands, das von keiner Siedlung unterbrochen ist. Er ist größtenteils im Besitz des Freistaats Bayern und trennt den Landkreis Ebersberg in einen südlichen und einen nördlichen Teil. Landschaftlich, als auch siedlungsspezifisch unterscheiden sich die beiden Teile. Dies zeigt sich auch sprachlich in der lokalen Bezeichnung für die Landkreisbewohner. Die südöstlichen Bewohner werden „Drinnerhoizer“ und die nordwestlichen „Drausenhoizer“ aus der Sicht der Kreisstadt Ebersberg bezeichnet.

Die Wege im Forst sind schachbrettartig als sogenannte „Geräumte“ mit zugehörigen Namen aufgeteilt. Auf der „Ludwig-Geräumt“, der „Hasen-Geräumt“ und der „Kapellen-Geräumt“ radelten wir zur „Hubertus Kapelle“, an der Staatsstraße 2080. Ich gab den Mitradlern hier eine kurze INFO über die historische Geschichte der Kapelle und über die Sage der „Weißen Frau“, die hier ihr Unwesen treibt.

Nach Überquerung der St2080 radelten wir kurz an dieser auf einem Radweg entlang, bevor wir wieder in den Wald abbogen. Nun bikten wir links und rechts und gerade aus durch den Forst zur „Bayrischen Waldklima-Station“. Auf einer Infotafel konnten wir den Sinn und die Aufgabe dieses Projekts ablesen. Der Mittag war nahe und der Hunger unter den Mitradlern machte sich bemerkbar. Nun war es nicht mehr weit zu unserer Mittagseinkehr, dem Biergarten am Forsthaus. Am Selbstbediener- Stand des Biergartens holte sich ein jeder Essen und Getränk. Nach ausgiebiger Mittagspause sattelten wir unsere E-Bikes, es waren sogar 2 Bio-Biker in der Gruppe und brachen zur Heimfahrt auf.

Die Fahrt war nur kurz, denn gleich um die Ecke des Biergartens steht der „Seegras-Stadel“. Hier wurde früher das Seegras als Füllmaterial für Sofas, Sättel und Kummet verarbeitet. Auch dazu gab ich einen kleinen Überblick über die Geschichte des Stadels. Der unscheinbare Stadel, was Viele vielleicht noch wissen, in den Jahren 2004 bis 2020 Sitz millionenschwerer Fondgesellschaften um Steuer einzusparen; (lange Thema in der Presse). Für uns einfache Bürger aber nur von wenig Interesse, da nicht millionenschwer!

Der Gruppe interessierte auch mehr die weitere Tour. Wie die Hinfahrt verlief auch die Heimfahrt erst auf den bekannten „Geräumten“. Vorbei an der „Sauschütt“ radelten wir dann später auf einem abenteuerlichen, schmalen Rad-Pfad, meanderförmig durch den Forst in Richtung Hohenlinden. Südlich an Hohenlinden vorbei erreichten wir das Hofkaffee „Jägerwirt“. Kaffeetime war angesagt. Mit „Süßem“ und Kaffee gestärkt fuhren wir weiter, nun durch den Haager Forst, über Maitenbeth, Bernreit und Kühlsöd zurück nach Haag. Um ca. 17:00 Uhr und nach 63 Kilometern und gut 800 Höhenmeter war Haag dann wieder unfallfrei erreicht.

Bericht, Fotos und Organisation: Ewald

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