Mit einer vierköpfigen Abordnung besuchten wir die Jubiläumsfeier unserer Nachbarsektion Ebersberg-Grafing vom 19. bis 21. Juni 2026 auf dem Meißner Haus in den Tuxer Alpen. Nachdem wir seit 2008 eine Hüttenpatenschaft eingegangen sind und unsere Hüttenumlage somit direkt gewidmet ist, haben wir auch eine besondere Beziehung zur Hütte und zu den Sektionskollegen/-innen. Karl war als erster Vorstand schon bei etlichen Einladungen auf dem Meißner Haus zugegen, auch für Max – der in Grafing arbeitet – mit Eva und Werner als Sommertourenwart und Ideengeber für das Gastgeschenk war es eine Ehrensache mitzukommen.
Freitagnachmittag starteten wir gemeinsam in Freimehring und fuhren störungsfrei bis Ellbögen. Nachdem wir vor hatten, am Sonntag früh morgens zu unserer eigenen Sektionsveranstaltung „Segnung neues Maukkreuz an der Ackerlhütte im Wilden Kaiser“ aufzubrechen, durften wir ausnahmsweise bis zur Hütte hochfahren und dort parken. Auch wenn der Wirtschaftsweg gut in Schuß war, rumpelte es uns doch ordentlich durch und wir würden eine solche Fahrt auch nicht mit jedem Auto und öfter machen wollen.
Kaum war der letzte Weidezaun in Sicht, fing es zu tröpfeln an und am Parkplatz angekommen, schüttete es ordentlich. Nach einer herzlichen Begrüßung im Meißner Haus und dem Check-in in den für uns reservierten Lagerplätzen, schauten wir uns etwas um und konnten bereits das einen oder andere Gespräch mit uns bekannten und auch unbekannten Sektionsmitgliedern aus Ebersberg-Grafing sowie dem Hüttenwirt Sven führen. Als der Schauer zu Ende war wurde (bei musikalischer Umrahmung durch die 3köpfige örtliche „Christmas Swing Combo Summer Edition“) gegrillt und das Jubiläumswochenende eingeläutet. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde zudem ein Sonnwendfeuer entzündet, das aufgrund der abgefrischten Temperaturen gut besucht wurde und wärmte.
Am Folgetag vertraten sich Werner und Eva nach dem Frühstück die Beine und machten einen kurzen Abstecher zur Boschebenalm von Clara. Dort wurde kurz die Aussicht nach Innsbruck und auf auf den markanten Serles-Gipfel im Süden genossen, bevor es wieder zurück zum Meißner Haus ging. Gerade pünktlich zum Start der Ansprachen und Grußworte von allerlei Ehrengästen. Dazu gehörten auch wir und so sprach Karl ein paar Worte und überreichte zusammen mit Werner das Gastgeschenk: ein symbolischer Patenschild, welches das Hüttenschild ergänzen und die Patenschaft öffentlichkeitswirksam darstellen soll.
Beeindruckend war die Anwesenheit von etlichen Vertretern der Stadt Meißen, die u. a. Wein aus der Region großzügig zum Probieren verteilten und mit einem Stand der Tourismusinformation vertreten waren. Überhaupt war die Feierlichkeit gut besucht und es gab viele Gelegenheiten sich auszutauschen. So war beispielsweise der örtliche Schreiner und der Senner der Weideflächen zugegen.
Am Nachmittag gingen Eva, Max und Karl nochmals mit vielen anderen auf Boscheben. Werner dagegen nahm die Möglichkeit wahr, den angebotenen Führungen zur Wasserquelle, dem Wasserspeicher, dem Wasserkraftwerk und dem Einlaufbauwerk mit Rechen und Fischtreppe zu folgen. Dies ermöglichte einen sehr interessanten Einblick in die technischen Herausforderungen um eine Hütte betreiben zu können und die erforderliche Manpower die hier von der Sektion Grafing-Ebersberg geleistet wird.
Am Meißner Haus spielten ganztags die „Böhmischen aus Ellbögen“, es gab ein Kinderprogramm (ohne uns) und vor dem Abendessen wie am Vortag einen Regenschauer, der die Temperaturen wiederum unangenehm abkühlen ließ. Nach dem Abendessen im eng bestuhlten Gastraum mit den beiden alten Kachelöfen aus Meißner Porzellan, verdrückten sich einige zur Cocktailparty der Jugend (die zudem zum Übertragungsort des Deutschlandspiel bei der WM gegen die Elfenbeinküste umfunktioniert wurde). Die musikalische Abendunterhaltung übernahm die „Goldberg-Musi“ sowie anwesende Mitglieder der AV-Sängergruppe Ebersberg-Grafing, welche das eine oder andere Stück zum besten gaben.
Die Hüttenruhe wurde für das besondere Ereignis ausgesetzt, es ging spät in das Schlaflager und für uns auch wieder früh raus. Wir frühstückten Punkt sieben Uhr und verließen kurz danach das Meißner Haus um unsere Fahrt nach Going zu absolvieren.
Teilnehmende: Eva, Karl, Max und Werner











