Bergtour Schönfeldspitze am 6. September 2026

Zu dieser anspruchsvollen Tagestour konnte ich sechs Mitstreiter gewinnen, die noch dazu bereit waren am Sonntagmorgen um 5:00 Uhr in Haag zu starten. Lars sammelten wir etwas später in Stephanskirchen ein und gegen 7:15 Uhr waren wir am Parkplatz Sandten hoch über Maria Alm. Hier gleich ein Schreck, kamen uns doch vom Parkplatz 1 schon welche entgegen: Parkplatz voll! So rollten wir ein Stück rückwärts wieder abwärts und ergatterten auf Parkplatz 2 den letzten regulären Parkplatz für unser CityMobil. Später eintreffende Fahrzeuge mussten schauen, wo sie noch ein Plätzchen fanden.
Gegen 7:30 Uhr starteten wir dann unsere lange Tour bei bestem Bergsteiger-Wetter und mit stetigem Schritt ging es anfangs die breite, steile Schotterstraße zur Materialseilbahn hoch. Hier zweigt der Ramseder Steig, teilweise ausgesetzt und immer wieder seilversichert in vielen Kehren sowie vielen Felsstufen über den Felsabbruch, zum Riemannhaus ab. Bereits nach zwei Stunden Gehzeit erreichten wir die Hütte 2.177m und damit das „Steinerne Meer“. Nach einer kurzen Rast und einen ersten Blick auf den Tourenverlauf, ging es auch schon weiter.
Erste Ziel war das Schönegg 2.390m, das uns nach etwa einer halben Stunde begrüßte. Am Grat entlang ging es unschwierig zum Wurmkopf 2.451m weiter, das Gipfelfoto datiert von 10:40 Uhr. Hier legten wir dann unsere Helme an und stiegen noch unschwierig in die Wurmscharte ab. Auf etwa 2.300m trafen wir auf den Normalweg und nun ging es über steiles Felsgelände und abgespeckte aber gut gestufte Felsen zum Westgrat und diesen dann kletternd hoch. Über ein ausgesetztes, leicht ansteigendes erdiges Band führte der Weg dann auf die Südseite des Berges. Ab hier wieder gestufter Fels zur Schlüsselstelle, einer luftigen, ausgesetzten, aber seilversicherten Umgehung eines Felsecks. Steil ging es weiter, in einer luftigen Ier-Kletterei bis zum sehr speziellen Gipfelkreuz der Schönfeldspitze 2.653m, welches 2020 erneuert wurde und das wir fast Punkt 12.00 Uhr erreichten.
Nach der verdienten Brotzeit und Gipfelfotoshooting, ging es anfangs auf gleichem Weg wieder zurück, wobei wir die Schlüsselstelle rechts liegen ließen und anhaltend steil und ausgesetzt-luftig sowie einem kurzem Gegenanstieg zur Buchauer Scharte abstiegen. Von dort ging es in einem Linksbogen durch das beeindruckende Steinerne Meer immer auf und ab und nie einfach zu gehen, zurück zum Riemannhaus, das wir gegen 15:45 Uhr erreichten.
Hier genossen wir den Rückblick auf die Tour bei Kaffee und Kuchen bzw. Sportler-Weiße und bereiteten uns auf den steilen Abstieg zum Parkplatz vor. Schier endlos ging es bergab, das Tal rückte nur langsam näher und gegen 18:00 Uhr erreichten wir endlich wieder das CityMobil. Die Rückfahrt ging erstaunlich flott mit wenig Verkehr wieder über Lofer, Waidring und Kössen zurück nach Bayern, wo wir so ummara 20:30 Uhr nach einem wirklich langen Tagwerk Haag erreichten.

Statistik: 20 Kilometer Strecke, rund 1.800 Höhenmeter und knapp 8 Stunden reine Gehzeit

Teilnehmende: Kathi, Klaus, Lars, Melanie, Moni und Sepp
Bericht, Organisation, Fotos: Werner

Aufrufe: 11