Abschlussskitour zum Hocharn am Sonntag, 26. April 2026

Die Abschlussskitour war für den Samstag ausgeschrieben. Da das Wetter für Samstag und Sonntag gut vorhergesagt war, entschied ich mich für eine Anreise am Samstag nach Kolm Saigurn und einer Übernachtung im Naturfreundehaus. Der Gemeindebus war für den Samstag gebucht, so wie die Tour auch geplant war. Da wir zu fünft waren und keiner ein Auto hat, mit dem zu fünft gefahren werden konnte, frage ich bei Werner und Tom an, ob ausnahmsweise wir den Gemeindebus am Sonntag haben können. Tom entschied sich, seine Tour mit privaten Autos zu fahren, herzlichen Dank Tom und Werner, dass Ihr uns den Bus überlassen habt.

Wir fuhren zu fünft mit dem Gemeindebus bis zum Parkplatz am Naturfreundehaus Kolm Saigurn in dem wir übernachtet haben. Der Wirt hat uns ein Frühstück für 5:15 Uhr zugesagt, das hat er nicht ganz eingehalten, weil er verschlafen hat. Nichtsdestotrotz konnten wir die Skitour um 6 Uhr angehen. Am Naturfreundehaus lag kein Schnee mehr, so mussten wir die Skier erst die Straße retour und dann über eine schmale Brücke und am Rand von einem Geröllfeld den ersten Steilhang hinauftragen. Nach einer Dreiviertelstunde oberhalb vom Steilhang lag genug Schnee für den Aufstieg mit Skiern. Es ging dann erst in einer nördlich ausgerichteten Querung und dann ziemlich direkt in Richtung Hocharn hinauf. Nach gut 4 Stunden waren wir kurz unter dem Gipfel. Die letzten ca. 15 Höhenmeter mussten wir zu Fuß aufsteigen. Die Aussicht war traumhaft, keine Wolke am Himmel und die ganzen großen Tauerngipfel alle oben noch ziemlich weiß. Oben blies der Wind von Norden ziemlich, darum entschieden wir uns die Brotzeit auf der Südostseite beim Ski Depot zu machen. Da schien die Sonne hin und es war recht angenehm warm. Es kamen noch ein paar Gipfelaspiranten dazu, aber es war recht ruhig an dem Skiparadegipfel.

Der Wind hat den oberen Teil, der südostseitig ausgerichtet ist, nicht richtig auffirnen lassen. Wir sind dann linkshaltend in Hänge gefahren die mehr nach Osten ausgerichtet waren. Da gab es butterweichen Firn. Zu uns gesellte sich ein Rentner, der von seiner Begleiterin „Firni“ genannt worden ist. Der Rentner hat seinem Spitznamen alle Ehre gemacht. Wir sind in Abfahrtsrichtung links von der Aufstiegsroute im unverspurten butterweichen Firn Hang für Hang hinuntergefahren. Vor der Querung mussten wir noch ein wenig aufsteigen. Die Hangneigung änderte sich dann von Ost nach Nordost und da passe der Firn wieder bis zur Einfahrt in den Steilhang über dem Schotterfeld. Das war schon fast unglaublich, wie die Bedingungen da von fast ganz oben bis zum Skitragen runter gepasst haben. Selten, dass ich 1.400 Höhenmeter im feinsten Firn abgefahren bin.

Das Beste kommt zum Schluss von der Saison, ist die Zusammenfassung von dieser Skitour.

Nach einer halben Stunde Skitragen waren wir wieder am Naturfreundehaus, in dem wir noch zu Suppe und Kuchen eingekehrt sind. Die Gedanken waren noch beim Schwingen in dem butterweichen Firn. Nur leider war das für mich für die Saison die letzte Skitour. Andi meinte, er kann das so noch nicht stehen lassen, er wird es nächstes Wochenende noch mal angehen.

Dabei waren: Franz, Hans, Julia, Andi und Sepp als Tourenführer

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