Zwölferspitz am Sonntag, 9. November 2025

Die Entscheidung noch eine Spätherbsttour anzubieten, wäre fast den Wettervorhersagekapriolen zum Opfer gefallen. Sagte die Trendprognose eine Woche vor der Tour noch zumindest annehmbares Wetter voraus, wurde es dann täglich etwas schlechter. Nichtsdestotrotz entschied sich der Tourenleiter die Tour durchzuführen, nur einen anderen Aufstiegsweg zu wählen und einen Gipfel zu kürzen. Von den ursprünglich elf Interessierten starteten dann immerhin acht ins Chiemgau.

Pünktlich um 7 Uhr starteten wir im verregneten Haag und fuhren zum Hochgern-Parkplatz in Marquartstein. Nach kurzem Lage-Check (die in der Presse angekündigten Parkgebühren werden offensichtlich noch nicht erhoben) und Anlegen der wetterangepassten Kleidung und Wanderstiefel, ging es gegen 8:15 Uhr auch schon los. Statt dem geplanten steilen und bei Nässe aufgrund der Absturzgefahr nicht empfehlenswerten Steig zur/über die Luchsfallwand auf den Hochlerch, wurde der normale Wanderweg zum Hochgernhaus eingeschlagen.

Auf dem Weg gab es mal mehr, mal weniger Regen und auch immer wieder längere Regenpausen. Insgesamt aber viel besser als das Wetterradar befürchten lies. Das Hochgernhaus ließen wir links liegen, zumindest einen Gipfel wollten wir erreichen. Der angepeilte Abkürzer kurz nach der Hütte war wegen Lawinenverbauungsmaßnahmen gesperrt, so dass wir den Steig von der Ostseite oberhalb dem Almgeländes zum Aufstieg nutzten. Den Zwölferspitz 1.633m erreichten wir gegen 10:30 Uhr. Hier zog es ungemütlich und wir standen im dichten Wolkennebel ohne viel Sicht, so dass wir uns nach dem obligatorischen Selfie-Gipfelfoto wieder zurück zum Hochgernhaus machten.

Die Einkehr im Hochgernhaus war wie erwartet, wärmend und sehr freundlich. Beim Genuss von Kuchen, Suppe bzw. Kaiserschmarrn konnten die feuchten Klamotten nebenbei wieder trocknen und die klammen Finger wurden auch wieder warm. Gegen 12 Uhr wurde dann zum Aufbruch geraten, das Regenradar hatte eine relevante Wolke auf 14 Uhr prophezeit. Für den Abstieg entschieden wir uns wieder für den Normalweg, der alternativ zur Wahl stehende Steig schied wegen Steilheit und einer erhöht vermuteten Rutschgefahr aus.

An der geschlossenen Agergschwendtalm gab es den verschobenen, aber nicht aufgehobenen Obst-Gipfelschnaps von Werner mit Haselnuss-Nachschlag von Hans. Schon weit im Abstieg hatten wir plötzlich an einer Aussichtsterrasse mit Bankerl einen sonnigen Blick auf den Kaiser, das Unterberghorn und sogar bis zum Kitzbüheler Horn – bis es dann doch wieder zu regnen begann. Das tat der guten Stimmung nichts mehr, alle konnten der Tour positives abgewinnen und waren froh gemeinsam unterwegs zu sein! Kurz nach 14 Uhr waren wir wieder im Tal und gegen 15 Uhr wieder zurück in Haag.

Teilnehmende: Anneliese, Hans, Ina, Lars, Sepp, Silvia und Wast
Organisation, Fotos, Bericht und Tourenbegleiter: Werner

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