Skitour zur Hochglückscharte am Mittwoch, 1. Mai 2024

Glück im Hochglückkar, der Name ist Programm!

Trotz einiger Überlegungen im Vorfeld, ob die warmen Wetterbedingungen für diese Tour ausreichen, blieb es dabei. Punkt 5 Uhr war Abfahrt mit dem Gemeindebus in Richtung Karwendel. Um den Fußmarsch ab der Eng zu verkürzen, waren die Mountainbikes im Gepäck.
Das Glück begann schon an der Mautstelle, das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, mautfrei ging´s weiter zum Parkplatz in der Eng, wo wir schnell feststellten, dass wir heute nicht alleine unterwegs sind.

Hier sattelten wir vier Glücksritter unsere MTB´s und radelten flott an den Engalmen vorbei, einen Bach querend, zum Radldepot. Weiter ging´s zu Fuß. Franz legte ein Tempo vor, so dass wir bald viele Tourengeher hinter uns ließen und relativ zügig die Schneegrenze erreichten. Wir sattelten erneut um auf die Ski und nach einigen Kehren folgte eine lange Linksquerung. Der Schnee war – trotz der warmen Temperaturen – besser als erwartet, da das Kar noch größtenteils im Schatten lag. Unerwartet in einer Spitzkehre wollte sich ein Ski selbstständig machen und flitzte los. Welch´ ein Glück, dass sich der Ski in einer Schneemulde verfing.
Weiter bergan schreitend über eine Kuppe legte der Wind kräftig zu. Die Spur teilte sich und gleichzeitig teilte sich unverhofft unser Viererteam. Während die Einen die Spur geradeaus in ein namenloses Kar nutzten, bogen die Anderen nach rechts in Richtung Hochglückkar ab. In kräftigem Gegenwind ging´s weiter bergauf in die Scharte bis zum Skidepot. Die restlichen Höhenmeter erklommen wir durch guten Stapfschnee zu Fuß. Oben angekommen genossen wir die einfallende Sonne, die umliegenden Gipfel und bald darauf die Zusammenkunft unseres Viererteams. Auch im Skidepot machte sich erneut ein Ski selbständig und verfing sich glücklicherweise….es wäre eine lange Abfahrt auf nur einem Ski gewesen….
Der kräftige Wind ließ zudem die Sonnenbrille durch die Scharte segeln….auch sie wurde glücklicherweise abgefangen…Fortuna meinte es heute gut mit uns;-)

In der Abfahrt gab´s anfangs tiefen, sulzigen Schnee, bevor wir nach links in steiles Gelände zogen. Die Bedingungen wurden nach unten hin immer besser, auch wenn es sich teilweise wie Zeitlupenskifahren anfühlte. Firnige Passagen wechselten mit Sulzschnee…alles in allem viel besser als erwartet. Kurzer Fußmarsch und letztmaliges Umsatteln am Radldepot, dann sehr entspanntes Ausrollen zum verdienten Bier am Parkplatz. Und während wir so in der Sonne saßen….hörten und sahen wir eine Lawine über eine Abbruchkante abgehen….nicht unweit der Stelle, wo wir zu Fuß abgestiegen sind. Was für ein Glück, dass wir so früh los sind. Der Name ist wirklich Programm!

Die gelungene Tour ließen wir noch kulinarisch in der Oswaldhütte ausklingen, bevor es problemlos nach Hause ging. Schee war´s und der Winter ist noch nicht vorbei!

Organisator: Franz

Mit dabei: Sepp G., Hans, Laura

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