Skitour zum Venediger von 5. – 7. April 2024

Am Freitag starteten Annabelle und Klaus um 7:45 in Haag um in Bad Endorf Sepp und Heinz aufzunehmen und anschließend beim Pendlerparkplatz Bernau noch Regina und Oli.  Von dort ging‘s über Kössen, Kitzbühl und Pass Thurn nach Neukirchen am Großvenediger und zum Parkplatz Steinbruch. Der Sepp konnte noch kurzfristig ein Hüttentaxi organisieren. So sparten wir uns dem langen „Hatscher zur Postalm“. Dort konnten wir gleich die Ski anschnallen und bei herrlichem Wetter zur Kürsinger Hütte aufsteigen. Zuvor gab es aber noch einen Kaffee in der Postalm.

Am nächsten Tag hieß es früh aufstehen, da der Großvenediger auf dem Programm stand und es sehr warm werden sollte. So sind wir um 4:45 aufgestanden und konnten kurz nach 6:00 in der Morgendämmerung starten. Nach einem kurzen Aufstieg fuhren wir rund 150 hm zum Gletscher ab wo wir uns anseilten. Heinz legte ein gutes Tempo vor, so dass wir einige Gruppen überholen konnten.  So gegen 10:00 Uhr erreichten wir schließlich den Gipfel des Großvenediger auf 3.666m.

Die Aussicht war grandios und wir konnten eine schöne Gipfelrast genießen. Aber wie’s immer so ist – auch die schönste Pause hat einmal ein Ende – und wir machten uns an die Abfahrt. Bis auf rund 2.800m hatten wir dann richtig schönen Pulver. Danach war’s noch a bissl hart, aber zum Schluss raus, hatten wir sogar noch Firn.

Dann hieß es wieder auffellen und die 150 hm zur Hütte aufsteigen, um wieder abzufellen und den Rest zur Hütte abzufahren wo wir gegen 12:00 wieder angekommen sind. Auf der Hüttenterrasse genossen wir die verdienten Kaltgetränke und hatten ein Alpinkino vom Feinsten. Zum einen eine grandiose Aussicht auf Gipfel wie die Schlieferspitze, die Dreiherrenspitze und den Großen Geiger und zum anderen konnten wir den Abfahrenden vom Geigerscharte und der Maurerscharte zuschauen. Von der Geigerscharte hatten sich einige Bergsteiger rund 30m abgeseilt und fuhren nun in perfekten Schwüngen dem Traumhaften Riesenhang hinunter. Eine Gruppe wählte eine sehr steile Variante durch den Eisbruch, das war Life-Kino vom Feinsten.

Für den Sonntag hatten wir die Schlieferspitze geplant. Leider war die Nacht nicht kalt und vor allem klar genug, um einen stabil durchgefrorenen Harschdeckel zu bekommen. Darum haben wir uns entschieden, auf den Keeskogel zu gehen. Die Tour ist kürzer und vor allem nicht ostseitig ausgerichtet.

Nach zwei Stunden mit Skiern war es noch eine gute halbe Stunde in leichter Kletterei auf den Keeskogel 3293m. Wie am Tag davor konnten wir wieder die wunderbare Aussicht auf über 3000 Meter bei angenehmen Temperaturen genießen.

Nach dem Abstieg mit Steigeisen über den Südwestgrat ging es an die Abfahrt erst zur Kürsinger Hütte und nach dem Aufnehmen des restlichen Gepäcks zur Postalm. Im oberen Teil war es noch hart, dann kam schnell der Firn, auf dem wir bis zur Postalm abfahren konnten. Nach einer Einkehr konnten wir mit dem Hüttentaxi wieder bis zum Parkplatz am Steinbruch zurückfahren und die Heimreise antreten.

Dabei waren: Annabelle, Regina, Oli, Heinz, Klaus und Sepp.

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