Roßkopf statt Risserkogel und Blankenstein am Sonntag, 27. September 2020

Was für ein Wetter! Alles anders!

War ich am Dienstag noch der Meinung, die Tour für den Sonntag am kommenden Tag absagen zu müssen, ließ mich der Wetterbericht am Folgetag stutzen. Sagte er doch tatsächlich – nach total miesem Wetter – für den Sonntag richtig schön an. Also dann fahr ich natürlich auch, stand mein Entschluss fest. Mit einer Ausnahme konnte ich alle, die sich bis dahin angemeldet hatten, überzeugen. Los ging es um 7 Uhr in Haag und schon vor halb 9 Uhr waren wir am Parkplatz Hufnagelstube startbereit. Los ging es Richtung Sieblialm und anschließend rein in den Bergwald unterhalb des Schreisteins. Mit etwas Schnee hatte ich nach dem Wetter der Vortage ja gerechnet. Aber was uns dann im Anstieg erwartete war uns doch irgendwann zu viel. Rund 50 cm Schneehöhe, umgeknickte Ahornbäume, kein sichtbarer Weg mehr, tauender Schnee von den Bäumen wie Starkregen. Alles anders! Dann doch wieder runter und nach einer Alternative suchen…

Im Abstieg trafen wir den Almbauern, der uns riet auf die andere Seite Richtung Sutten zu wechseln. Also ganz runter zum Parkplatz und Neustart. Macht man nicht alle Tage. Die Empfehlung Suttensee fanden wir wegen der Teerstraße und dem Verkehr auf der Mautstraße nicht so toll, also rauf Richtung Stümpfling. Erst mal vorbei an der einladenden Lukasalm stiegen wir in sonnigem, warmen Wetter immer weiter im Skigebiet hoch. Hier ging es deutlich besser (Schnee gab es auch hier reichlich) und so konnten wir mittags den Stümpfling (1506m) und nach einigen weiteren Gehminuten den Roßkopf (1580m) erreichen. Gipfelbild und Blick auf unser eigentliches Ziel gegenüber bei bestem Bergwetter. Auf den hier befindlichen Skipisten waren auch schon die ersten “alpin” unterwegs, auf Ski, auf Snowboards oder nur auf einfachen Rutscherl. Dazu viele Ausflügler mit teilweise sehr ungeeignetem Schuhwerk. An einer Alm fanden wir ein unbeachtetes Bankerl, machten Rast und genossen den Sonnenschein, die klare Luft und die tolle Aussicht auf die Bergwelt ringsherum.

Im Abstieg kehrten wir dann noch in der Lukasalm ein und bei Kaffee, Buttermilch mit Kuchen gab es eine zufriedenstellende Schlussbesprechung dieses ungewöhnlichen Bergtages. Alles anders (und trotzdem das beste daraus gemacht)!

Teilnehmer: Daniela, Hans, Manfred, Monika, Renate und Sepp

Tourenleitung und Fotos: Werner