Mittwochstour Hochegg im Wilden Kaiser (1470 m) am 3. August 2022

Tourenbegleiterin: Sonja Schnellinger

Die Abfahrt war für 7.15 Uhr angesagt, und pünktlich kamen die neun Wanderbeteiligten, für diese Tour. Da für heute 30 Grad angesagt waren, hatte Sonja bereits im Vorfeld bei den Anmeldungen zu tun, mit Anmeldungen, die auf Grund der Hitze wieder storniert wurden.

Die Tourenbegleiterin hat auch den Kleinbus gefahren, das Ziel war der Parkplatz der Brentenjochbahn, wo fast noch keine Autos parkten.

Als wir ausgestiegen waren, bot sich uns eine wunderbare Ansicht, rechts der Pendling in seiner ganzen Größe von seiner grimmigen Seite, und links daneben die Burg Kufstein, stolz und mächtig erhebt sich diese auf einer Anhöhe. Die Heldenorgel hat nicht gespielt, diese macht Dienst nach Vorschrift, pünktlich um 12.00 Uhr fängt diese an zu spielen.

Die heutige Tour ist mit Seilbahnunterstützung, wir gehen zur Talstation des Einzel-Sesselliftes, Sonja holte die Fahrkarten aus dem Automaten, und man merkte, dass sie diese Automatenbedienung nicht zum ersten Mal machte.

Bei dieser Bergfahrt war es in den schattigen Passagen tatsächlich noch sehr kühl, in den sonnigen Strecken konnte man sich dann schnell wieder erwärmen.

Alle kamen wir gut oben an, und dann begann die Bergtour zu Fuß. Zuerst ging es bergab, angenehm zu gehen, bis wir an der Brentenjochalm ankamen. Dort gingen wir vorbei … ja vorbei … obwohl da die leeren Bänke, die Sonnenschirme, die Stimmung sehr zu einer Einkehr … auf bayrisch Frühschoppen …. einluden.

Dann ging es weiter, und allmählich war es so wie immer bei einer Bergtour, es ging bergauf, in Richtung Kaindlhütte. Über schöne Almwiesen, und einen gut erkennbaren Weg ging es nach oben, und wir können auch schon „unseren Gipfel“ sehen, den Hochegggipfel mit Kreuz.

Der Weg war in der Sonne, doch hatte man dort auch hin und wieder Sträucher und kleine Bäume für uns stehen lassen, damit wir uns im Schatten eine Minute Pause zur Abkühlung gönnen konnten.

Dann kamen wir bei der Kaindlhütte an, wieder das schon mal gehabte Bild…Tische, Schirme. Platz ohne Ende……Einkehr: Nein. Manchmal kann das Leben ganz schön hart sein.

Unser Ziel war der Gipfel, mit Gipfelrast. Als alle diesen erreicht hatten, kam als Erstes das Foto-shooting. Ein junges Pärchen erfüllte alle Fotowünsche, die ganze Gruppe mit einem Smartphone…dann mit einem anderen Smartphone… und dann wieder ein anderes Gerät. Als die Aktion „Gruppenbild mit Kreuz“ erledigt war, kamen die Wünsche…. Ich alleine mit dem Kreuz, und dann noch …bitte alle weg gehen, ich möchte das Kreuz alleine fotografieren……

Dann aber suchte sich jeder und jede ein Plätzchen für den Hintern, und es gab Mitgebrachtes mit Getränk …. und kostenlosen Rundblick inkl. die Nordseiten des Wilden Kaisers … Zettenkaiser … Scheffauer und noch mehrere altbekannte Gipfel in Richtung Osten.

Sonja hat uns alle als Gipfelstürmer eingetragen, ich habe dann angekündigt, noch die Haager Schlosstürme dazu zu zeichnen. Bei der Rückgabe des Gipfelbuches habe ich zu Sonja gesagt: Ich habe gesagt ich zeichne die Türme …. ich habe nicht gesagt „schöne“ Türme…worauf sie erwiderte: „Scheena hätt`s i a ned kenna“ Oiso hots passt.

Von nun an ging`s bergab, einen schmalen, steilen Steig, mit vielen Baumwurzel durchsetzt, und auch felsige Passagen waren immer wieder, vorsichtiges Gehen war angesagt. Gott sei Dank war dieser Steig trocken, bei Nässe wäre dieser sehr gefährlich gewesen. Lange gehen wir so durch den Wald nach unten, bis dann freie Wiesen auftauchen, und es taucht auch die Stöfflhütte auf.

Die Stöfflhütte ist die Hütte, wo wir einkehren werden. Alle „Fatamorganas“ des heutigen Tages lösen sich in Luft auf, wir haben einen reservierten Tisch im Schatten, mit Bestellmöglichkeit. Flüssiges war als erste Instanz angesagt, zweite Instanz waren Spinatknödel und Kaspressknödel sowie Kaffee und Kuchen, dritte Instanz war ein weiteres Getränk.

Im Anschluss gingen wir weiter nach unten, bis wir bei einem Anwesen ankamen, wo auf eine Pestsäule mit Pestgrab verwiesen wurde.

Das gelbe Schild zeigte 1 ¾ Stunde nach Kufstein, auf einem Schotterweg, teils auch bergauf, und dann noch bis zum Parkplatz, mit 2 Stunden Gehzeit musste man da mindestens rechnen.

Wir hatten gefühlte … mindestens, wenn ned mehr … Grad, und jetzt zeigte sich, wer noch Gene vom Afrikacorps in der Wüste hatte, wo die Spiegeleier auf der Panzeroberfläche gebraten wurden.

Der größere Teil unserer Gruppe marschierte, und einige ließen sich von dem Gehöft abholen.

Um 20.15 trafen wir alle wieder in Haag ein, und ich kann mir vorstellen, dass es noch vor dem Duschen eine „Russenmass“ ……. Verflixt … derf ma ja nimma sogn …. also ein „Weissbier-Zitronenlimo-Gemisch“ gab.

Wir hatten eine wunderschöne Tour, danke Sonja.

Dabei waren: Lois, Hannelore, Adi, Gisela, Thomas, Hans, Günter, Resi und Sonja

Bericht: AK
Fotos: AK
Fotos: HK
Fotos: S. Sch.