Bergtour zum Laubenstein am Sonntag, 19. Juni 2022

8 Stunden 8 Gipfelkreuze

Bei besten Wetteraussichten (sonnig, warm, kein Regen) starteten wir früh um 6 Uhr in Haag und peilten zu Viert den Parkplatz am Schloss in Hohenaschau an. Kaum waren die 5 € für den Parkplatz am Automaten entrichtet, ging es auch schon los. Ein angenehmer Wind machte den Aufstieg sehr angenehm, auch dass ein Großteil im Wald verlief war kein Nachteil. Bereits nach einer Stunde waren wir an der Hofalm und entschieden uns spontan für die Aufstiegsvariante über die Zellerwand, weil die noch keiner der Teilnehmer kannte.

Anfangs leicht und dann etwas ausgesetzter ging es hoch zum drahtseilversicherten „Einstieg“, wo wir zum ersten Mal die Hände für die Überwindung einer Blockstufe benötigten. Noch vor 9 Uhr erreichten wir mit dem Hammerstein (1.278m) unseren ersten Gipfel. Kurz darauf ein unbenamtes Kreuz für einen abgestürzten Bergsteiger (etwa 1.300m). Der Weiterweg zum Zellerhorn (1.360m) war dann schon etwas ausgesetzt im steil abfallenden Gelände und mit einem abschließendem drahtseilversicherten luftigen Aufstieg. Belohnt wurden wir mit einem tollen Blick auf den Chiemsee, die Kampenwand, das Geigelsteingebiet und einen Teil des Kaisergebirges. Weiter ging es im ausgesetzten, felsigem Gelände, immer leicht auf und ab sowie durch eine kurze steile Rinne auf die Jagerwand (1.396m). Zwischendrin waren wir immer wieder fasziniert über die beeindruckende Pflanzen- und Blützenpracht am gesamten Weg. Ein Genuss! Die Zellerwand (1.415m) haben wir dann wegen eines verführerischen Abstechers runter zur Laubensteinalm verpasst und sind dennoch vergnügt zur verdienten ersten Brotzeit auf den Laubenstein (1.350m). Hier am Gipfel des vermeintlichen ersten Zieles war fast nichts los und wir genossen einen Gipfelschnaps und die tolle Aussicht.

Schon bald machten wir uns auf den ursprünglich geplanten Weiterweg, vorbei am Abereck und zum nächsten Gipfelziel, dem Heuraffelkopf (1.505m). Danach immer weiter am Höhenzug zum Predigtstuhl (1.494m), mit tollem Blick auf die Hochries mit Karkopf und Feichteck. Ein letztes Mal rafften wir uns auf und erreichten unseren Abschlussgipfel und höchstes Tagesziel, den Klausenberg (1.554m) um Punkt 13 Uhr. Hier gab es einen verdienten zweiten Schnaps, eine weitere kurze Brotzeit und dann ging es vorbei an der zunehmend verfallenden Klausenhütte wieder langsam hinunter. Im Abstieg wurde es spürbar wärmer, vorbei ging es unterhalb der Baumgartenalm und der Elandalm, hinein in den kühlenden Wald bis nach Hammerbach bzw. Hohenaschau, wo wir kurz nach 15 Uhr ankamen.

Leider musste umständehalber die Einkehr ausfallen, was bei dem schönen, erfolgreichen und langen Tourentag aber zu verkraften war.

Weil es so schön ist, wird die Tour vielleicht (dann ggf. ohne die nicht für jeden geeignete Zellerwand-Variante, aber mit optionaler Verlängerung auf den Zinnenberg) wiederholt! Interessenten dürfen sich gerne melden.

Teilnehmer: Hans, Renate, Sepp und Werner
Bericht, Fotos und Organisation: Werner