Bergtour Leonhardstein am Sonntag, 28. April 2024

Wie man aus einer vermeintlich kurzen eine lange Tour macht

Nachdem es pünktlich zum Wochenende – nach dem Kälteeinbruch der Vorwoche – wieder schönes Wetter hatte, starteten wir zu Sechst in Haag auf eine neuerliche Tour in das Tegernseer Tal. Ziel war der Leonhardstein, ein stolzer und markanter Berg im Mangfallgebirge. Nur 1.452m hoch, aber im letzten Abschnitt auf den Gipfel, erfordert der schwarz gekennzeichnete Pfad Trittsicherheit und auch Schwindelfreiheit.

Am Parkplatz in Kreuth kam noch unser Fischbachauer Sektionsmitglied just in time hinzu und wir konnten unser Ziel unmittelbar in Augenschein nehmen. Bei milder Witterung starteten wir gegen halb neun Uhr gut gelaunt und der eine oder andere auch bereits kurzärmlig. Zügig ging es durch Enterfels Richtung Duslaualm hoch, wo uns noch reichlich Schnee erwartete. Dieser war aber gut ausgetreten, weich und insgesamt unschwierig zur gehen. Nur nass war es quasi überall.

Am Sattel angekommen, gab es eine letzte kurze Trinkpause und der steile, nordseitige Anstieg auf den Leonhardstein begann. Durch viel Schnee und steile Felsstufen ging es zügig hinauf und wir erreichten kurz nach 10 Uhr den Gipfel. Nach dem obligatorischen Gipfelfoto genossen wir die gute Sicht und die mitgebrachte Brotzeit. Auf einen Gipfelbucheintrag mussten wir verzichten, da das Buch in nur einem halben Jahr komplett vollgeschrieben wurde. Dafür sondierte der Tourenleiter mittels Smartphoneapp den einen oder anderen fremdsprachigen Eintrag. So wurde unter anderem Koreanisch und Iranisch identifiziert. Zudem machte uns ein sehr neugieriger Vogel seine Aufmachung und wir konnten – wieder mittels Smartphoneunterstützung – eine hübsche Alpen-Braunelle begrüßen.

So schön es am Gipfel auch war, nach rund einer Stunde ging es dann wieder weiter und wir machten den Gipfel frei für folgende
Wandergruppen. Vorsichtig ging es die steilen Passagen wieder hinunter und anschließend lockte der Vorschlag des Tourenleiters auf eine Einkehr in der Schwarzentennalm, welche am Vortag ihre Sommersaison startete. Dort angekommen erwartete uns das erwartbare Ausflugspublikum und ein großer Andrang, den das Hüttenpersonal aber freundlich meisterte. Mit etwas Geduld ergatterten wir einen der Außentische, erfreuten uns an den regionalen Spezialitäten und beobachten radfahrende,
kinderwagenschiebende, hundeausführende und vermutlich selten gipfelbesteingende Einkehrende.

Auch hier zog es uns dann weiter und es wurde die vorgeschlagene Rundtour fortgeführt. Einem – angeblich für den Tourenleiter typischen – Abstecher folgend ging es auf einem nicht erkennbaren Pfad durch Schnee und feuchtes Waldgelände auf einen breiten Kiesweg Richtung Silberck und Filzenkogel. Dem Pletscherergraben folgend ging es wieder zurück zum Ausgangsort, den wir nach rd. 16 km, 6 Stunden Gehzeit und ca. 1.000 Höhenmetern kurz vor 17 Uhr wieder erreichten.

Teilnehmende: Andrea, Anneliese, Irmi, Manfred, Miche und Renate

Organisation, Fotos und Bericht: Werner

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