Bergtour Ammergauer Hochplatte am Sonntag, 1. Oktober 2023

Nachdem die für Anfang Juni 2023 geplante Tour damals wetterbedingt abgesagt werden musste, klappte es dieses Mal. Und wie! Bei schönstem Herbstwetter nahmen sieben Frühaufsteher die lange Anfahrt auf sich.

Um 5:30 Uhr startete das CityMobil in Haag, um über München Richtung Garmisch zu fahren. In Oberau ging es nach Ettal wo wir noch Gisi einsammelten, die in den letzten Jahren an vielen Touren der Haager Sektion mitging, nun aber in Schongau lebt. Durch das Graswangtal ging es zur Ammerwald-Alm, dem in Österreich liegenden Startpunkt des heutigen Tourentages.

Es war gegen 8:00 Uhr noch frisch und so schauten wir, dass uns etwas warm wurde. Durch das Roggental ging es hoch zum Weitalpjoch, wo wir auch die Sonne erreichten. Nach einer kurzen Pause geht es weiter durch Karstgelände und Latschen hinauf zum Kamm mit schönem Blick auf den Forggensee. Nun folgt die Route dem Kammverlauf, stellenweise ausgesetzt und mit Drahtseilen gesichert. Nach rund drei Stunden wurde gegen 11:30 Uhr der höchste Gipfel im Ostallgäu erreicht, die Ammergauer Hochplatte 2.082m.

Nach dem obligatorischen Gipfelfoto und einer kurzen Brotzeit geht es weiter am Gratverlauf hinunter zum „Fensterl“. Das geologisch beeindruckende Felstor lädt zu einem Fotoshooting ein, bevor es noch zu einem geplanten Abstecher auf die Krähe 2.010m geht. Ein landschaftlich beeindruckender steiler Bergipfel, der zu einer weiteren Rast in der warmen Sonne einlädt. Bereits unterwegs waren immer wieder Gemsen zu sehen, so auch beim Abstieg zum Sattel, von dem es wieder auf einem Grat zum dritten Gipfel geht.

Die Hochblasse 1.989m ist weniger beeindruckend, dafür ist der Aus- und Weitblick auf Wetterstein und viele Allgäuer Berge hervorragend. Für den weiteren Abstieg wird ein nicht ausgeschilderter, aber in der Karte ersichtlicher Steig gewählt. Über das Ochsenaengerle geht es anschließend wieder hinab ins Tal und zum Ausgangspunkt. Mitten im Wald und überraschen weit unten treffen wir auf fünf junge Steinböcke die uns ebenso neugierig betrachten wie wir sie. Gegen 17 Uhr zurück an der Ammerwald-Alm wurde diese dann auch gleich für die abschließende Einkehr genutzt, bevor die lange Rückfahrt beginnt. Kurz nach 20 Uhr wieder in Haag, fuhren die Teilnehmenden zufrieden und beeindruckt von der Allgäuer Bergwelt sowie mit rund 1.400 Höhenmetern in den Füßen nach Hause.

Tourenplanung: Gisi mit Werner

Teilnehmende: Anneliese, Gisi, Kathi, Klaus, Koni, Petra, Sepp und Werner

Bericht und Fotos: Werner

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