Winterwanderung zur Ritzaualm am Sonntag, 10. Februar 2019

Tourenbegleiterin: Hannelore Kern

Nach den heftigen Schneefällen der letzten Wochen, hatten wir eine herrliche Tour zur Ritzaualm.

Pünktlich um 7.30 Uhr fuhren wir mit elf Personen in drei PKW`s nach Kufstein, und suchten in dem noch verschlafenen Kufstein den Weg zum Parkplatz ….. .
Früher, als man ohne Pickerl noch bis Ausfahrt Kufstein Süd fahren durfte, fuhren wir die Ausfahrt Nord heraus, im ersten Kreisverkehr dreiviertel herum Richtung Ebbs, und dann war es zu dem besagten Parkplatz nicht mehr weit.

Als wir am Parkplatz ankamen, waren dort verdächtig wenig Autos abgestellt, und als wir die Parkgebühr entrichten wollten lasen wir auf einem Schild: „Kaiseraufstieg ist gesperrt, die Tour ist nur über das Tunnel möglich.“

Also suchten wir den Parkplatz, um die Tour anders zu gehen, beim Kraftwerk muss man da zur Zeit – mit dem vielen Schnee – hinein fahren, sich einen engen Parkplatz suchen, am Automat bezahlen, und dann ging es endlich los mit unserer Tour.

Die meisten unserer Leute hatten dann auch gleich die Grödl montiert, und wir marschierten die Straße hinauf, die dann zum 823 m langen Annatunnel führte. Vom Parkplatz bis zum Ende des Annatunnels sind wir 40 Min. gegangen. Nun waren wir wieder am gewohnten Weg, und gingen bis zur Abzweigung „…steiler (50 Min.) oder flacher (2 Std.) Weg…?“

Hannelore hat die Tour so geplant, dass wir beim Aufstieg die flachere Variante gehen, hier haben wir ständig einen schönen Blick auf das dort sehr bizarre Kaisergebirge. So ging es dann vorbei am Pfandlhof bis zur schön gelegenen Antonius Kapelle. Da legten wir eine kurze Rast für Tee und Wurstsemmel ein. Auch Fotos werden da geknipst, die Landschaft ist sehr schön und das Wetter ist gut.

Und dann ging es weiter, auf der geräumten Bergstraße, mit Grödeln auf der Schneedecke, begrenzt war diese Straße von beiderseitigen Schneewänden, diese manchmal so hoch waren, dass wir nicht darüber hinweg schauen konnten.

Es ist eine alte Binsenweisheit, einen flachen Weg muss man mit viel Strecke bezahlen, und so gingen wir lange in einer prächtigen Winterlandschaft nach oben, bis wir dann an der Ritzaualm waren und die Plätze belegten.

Die Eingänge zur Ritzaualm und auch zur nahen „Josefs-Kapelle“ waren von hohen Schneemauern geprägt, die man dort hochschaufelte, um dort den Betrieb aufrecht zu erhalten.

„Super-Winterlandschaft-pur !“

Die reine Gesamtgehzeit waren 2 ½ Stunden, wenn wir auch länger brauchten. Bei diesen Verhältnissen wollte man Fotos schießen, mal einen Schluck vom mitgebrachten Tee trinken, oder einfach die Landschaft rundum genießen.

In der Wirtschaft ging es uns dann sehr gut, hier waren für uns Plätze reserviert. Die Alm ist für gute Küche bekannt, alle bestellten sich, was gerade gefragt war, Essen und Bedienung waren bestens, obwohl fast alle Plätze mit Bergsteigern belegt waren.

Wie fast bei jeder Tour – man wünscht sich, dort zu bleiben, einen tollen Hüttenabend zu verleben, und am nächsten Tag wieder ins Tal zu gehen – holt uns die Realität ein, und wir legen unsere Grödl wieder an, und gehen die steilere Variante nach unten.
Dieser eingetretene Pfad lässt sich sehr gut gehen – einige Male über abgegangene kleinere Schneelawinen – und dann noch durch das Tunnel und das letzte Stück bis zu den Autos. Für den Abstieg benötigen wir nur 1 ½ Stunden.

Zur Heimfahrt – haben wir beschlossen – fahren wir nicht mehr auf Kufstein zurück, sondern bevorzugen die Strecke über Ebbs. Als wir sehen, dass die Autobahn voll ist, fahren wir über Flintsbach u. Brannenburg, Rosenheim umgehen wir mit der Variante Vogtareuth, und sind trotz des starken Verkehrs und Dunkelheit in 1 ½ Stunden wieder in Haag.

Wir waren uns einig, Hannelore hat uns heute mit einer prächtigen „Vielschnee-Tour“ verwöhnt, die Fotos zeigen dies auch ganz gut, Häuser mit einem Meter Schnee auf den Dächern, und Schneewände, wie man diese an normalen Wintern nicht zu sehen kriegt.

Bericht: AK
Fotos: AK u. HK

PS.
Kleiner Einsatz, große Wirkung:
Bei der Ritzaualm hat man vor der Hauseingangstüre einen „stehenden Musl ( Baumstück, ca. 30 cm im Durchmesser und da. 40 cm hoch)“ platziert. Dieses Gerät eignete sich bestens zum Schuhbänder schnüren, Grödl entfernen und wieder anlegen. Somit braucht man für diese Tätigkeiten nicht mehr die Bänke im Freien zu vergewaltigen, wie gesagt, …kleiner Einsatz…große Wirkung !

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