Winterwanderung Wuhrsteinalm am Sonntag, 14. Januar 2018

Tourenbegleiterin: Hannelore Kern

Es kam ein leichtes Gemisch von Regen und Schnee vom Himmel, als wir uns um ½ 9 Uhr am alten Postparkplatz zur Abfahrt trafen.

Siebzehn Personen hatten sich angemeldet, Hannelore teilte sie auf, in den Gemeindebus und zwei PKW`s, keinem und keiner machte das Wetter was aus, die Wetterprognosen sagten für heute voraus, dass sich die Sonne irgendwann durch die Wolken kämpft.

Und los ging es Richtung Schleching, Ettenhausen, bei der Talstation der früheren Geigelsteinbahn fanden wir locker unsere Parkplätze.

Am Anfang war noch gut zu gehen, doch so nach und nach montierten alle die Grödel (Leichtsteigeisen) an den Bergschuhen – keiner wollte sich einen Steissbeinschaden einhandeln – bei den noch gefrorenen Schneeflächen.

Der gelbe Pfeil – zu Beginn der Bergwanderung – sagte uns eine Gehzeit von 1 ¼ Stunde voraus. Im Sommer ist das wohl recht realistisch. Heute haben wir durch eine Teepause und das Anlegen der Grödel gut 1 ½ Stunden benötigt, bis wir bei der Wuhrsteinalm waren. Niederschläge gab es während dieses Aufstiegs keine.

Nik – der Wirt empfing uns schon – Hannelore hat für unsere Schar Plätze reservieren lassen – und er wies uns die Plätze an und erklärte uns auch, wo wir unsere Rucksäcke und Kleidung deponieren konnten. Er versorgte uns auch gleich mit einem „Aufwärm-Schnaps“ , vorzugsweise „Alter Willi“.

Die Bettina, Nik`s Frau, erfüllte uns auch prompt die ersten Getränkewünsche, bis wir dann auch das Essen bestellten. Nudeln mit Bergkäse standen unter anderem auf der Speisekarte. Weil wir nachfragten, was das ist, stellte der Wirt eine kleine Portion davon mit mehreren Gabeln an den Tisch, da konnten wir probieren, wie dieses Gericht schmeckt.

Und so war auch dieses Gericht der Renner in unseren Reihen, bis auf ein paar Leute, die die „eingefahrenene Gerichte“ wie Kaspressknödel oder Leberkäs bestellten. Natürlich wurde im Anschluss dieser Tag noch mit Kaffee und Strudel+Vanillesosse vergoldet.

Wir warteten immer noch, dass die Sonne durch die Fenster scheinen soll, jedoch vergebens, und so entstand das „Schnellgedicht“ wie folgt:

„Hannelore hat heut` eingeladen,
17 Leut` -mit strammen Wadeln,
Fuhren weg bei Regen,
um im Freien – sich zu bewegen.

Heute – ein schöner Tag im Januar,
Eine Bergwanderung machen wir, das ist doch klar,
zur Wuhrsteinalm sind wir hinauf gekrochen,
denn Sonne hat man uns versprochen.

Und jetzt sitzt unser ganzes Rudel,
bei Leberkäs und Bergkäs-Nudeln,
wund warten voller Wonne,
Auf das Erscheinen unserer Sonne“

Nach dem Zahlen gingen wir wieder ins Freie, legten die Grödel wieder an, und dann gab es ein Anwesenheitsfoto auf der „Gred“ (ebenerdiger Balkon), und es ging wieder hinunter. Beim Hinuntergehen waren die Zacken an den Schuhen noch wertvoller als bei Hinaufgehen. Eine Stunde waren wir auf den Füßen, bis wir bei den Autos waren.

Es waren da auch Leute mit dem Schlitten und Skiern bei der Abfahrt, ein Hochgenuss konnte so eine Abfahrt wohl nicht sein, da die harschige Oberfläche beinhart gefroren war, und die untere Hälfte der Abfahrt ohnehin schneearm oder schneefrei war.

Mit Frohgemut traten wir die Heimreise an, und ein paar in unserem Bus meinten, dass auf irgendeinem Berg doch ein Sonnenstrahl zu entdecken war, der sich durch ein Wolkenloch zwängte, und dort – wenn man dort wäre – das Herz des Bergsteigers erfreut hätte.

Wenn sich auch die Sonne in seiner ganzen Pracht nicht zeigte, es war ein herrlicher Tag in den Bergen. Hannelore hat uns davor gerettet, diesen Tag zu Hause bei Regen, auf der „Kannapee-Nordwand“ zu verbringen.

Um 16.00 Uhr waren wir wieder in Haag, es war noch Tagesstimmung – ja man merkt bereits dass die Tage wieder länger werden, man konnte noch ein weiteres Erlebnis angehen.

AK

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