Wildkräuterwanderung am 10. Juni 2018 mit Werner und Carola Reischl

Mit insgesamt 11 Personen und einem Hund starteten wir mit dem Gemeindebus und einem Privatauto in Richtung Reit im Winkl zur Kräuterwanderung.

Zur Begrüßung und zum Kennenlernen servierte uns Carola als „Startschwung“ einen selbst angesetzten, leckeren Fichtenspitzenlikör.

Der Weg durch den Weißgraben bis zur Gräben-Alm wurde dann auch sehr genau und aufmerksam begangen. Nelkenwurz, Giersch, Fichtenspitzen, Labkraut, Frauenmantel, Brennnessel, Spitzwegerich und vieles mehr – alles wurde genau analysiert und betrachtet. Die Farben der Blüten von Wildkräutern & Pflanzen sind genau so wichtig für den menschlichen Genuss wie die Farben und Anordnung der Blätter. Zudem konnten wir auf dem abwechslungsreichen Pfad etliche Orchideen bewundern. Unterwegs gab es dann schon eine erste Kostprobe: warmen Fichtenspitzentee!

Der Giersch–Merksatz lautet:
3, 3, 3 bist beim Giersch dabei!
Was wiederum bedeutet:
3-kantiger Stängel (Blattstiel) und 3 Blätter die wiederum 3-fach gefiedert sind.

Von der Gräben-Alm ging es weiter – immer an einem Bergbach entlang – in Richtung Weitsee. Dort „zauberte“ Werner aus seinem Rucksack ein „Wildkräuter-Picknick“ mit allem Drum und Dran. Tischtuch, Servietten, Teller, Löffel, Messer und dann die selbst gemachten Köstlichkeiten: Wildkräuter-Pesto, eingelegte Löwenzahn-Blütenknospen mit Schafkäse und Tomaten (sehr fein), Giersch-Limo und Giersch-Semmeln, Holunderblütensirup, Löwenzahnblüten- und Holunderblütengelee und natürlich den Quark, der mit den unterwegs selbst gesammelten Un-Kräutern angerührt wurde. Der schmeckte ja nur lecker!

Wir unterscheiden Wiesenbärenklau und Riesenbärenklau:
Ist der Stängel kantig und rau – ist es der Wiesenbärenklau.
Ist der Stängel rund und fleckig, geht es dir bald recht dreckig!

Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging es in Richtung Pötschalm. Und hier verwöhnten uns die Almwiesen mit üppiger Blütenpracht. Nach einem kurzen Einkehrschwung zum Auffüllen des Flüssigkeitshaushalts erwischte uns kurz darauf ein Gewitterschauer, der aber so schnell wieder weg war, wie er gekommen war.

In Entfelden gab es für jeden noch ein kleines Geschenk aus Carolas Kräuterküche. Zu Aussehen und Verwendung der Kräuter zudem noch ein Informationsskript, unter anderem mit allen Rezepten.

Für alle war es ein interessanter „Genusstag“.

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