Wanderung entlang dem Achensee am Mittwoch, 10. Juli 2019

Tourenbegleiterin: Gisela Mayerhofer

Gisela hat eine Tour angeboten, am Achensee entlang zu wandern, ohne Gipfel.
Man könnte meinen, einen Uferspaziergang, wenig spektakulär, doch so war es nicht.

Unsere Tour ging von Pertisau zur Gaisalm und dann nach Achenkirch, immer entlang des Achensees.

Um 7.00 Uhr fuhren 15 Personen mit dem Gemeindebus und einem PKW, Richtung Achensee nach Pertisau, wo wir unsere Autos parken konnten.

Zu Fuß gingen wir den Schildern „Gaisalm“ nach, am Anfang auf einer Teerstraße, dann auf einer Kiesstraße und schließlich auf einem Steig weiter. Dieser Steig war schmal, es ging immer bergauf-bergab, und meistens konnten wir den grün-blauen See von oben sehen.

Es war eine herrliche 1 1/2 stündige Wanderung zur Gaisalm, wo wir dann zu Mittag einkehrten. Das Wetter war sonnig und schön, damit wir nicht zu viel schwitzten, sorgte immer ein etwas kühler Wind, der über den See wehte und uns erfrischte.

Die Gaisalm war vielleicht früher eine Alm, jetzt ist es eine Gastwirtschaft in Nähe des Ufers des Achensee, mit Wintergarten und Freisitzplätzen, wir erhielten auf Grund der Reservierung durch Gisela schöne, zugfreie Plätze.

Trotz der vielen Gäste – ein großer Teil waren da auch Leute, die mit dem Schiff dieses Wirtshaus anfuhren – erhielten wir Getränke und Essen sehr rasch. Kaspozn, Schnitzl, Currywurst und Tiroler Gröstl waren die bevorzugten Speisen, die bei uns auf den Tisch kamen.

Gut gestärkt gingen wir den 2. Teil unseres Tagespensums an, der von der Anstrengung her etwas anspruchsvoller war, als die erste Hälfte.

Gleich ging es rasant los, über seilgesicherte Steige und steile, luftige Treppen ging es rasch nach oben. Nun wechselten sich schmale Steige und leichtere Treppen ab, zur rechten Seite sahen wir immer das türkis- und blauschimmernde Wasser des Achensees, und die Schiffe und Kite-Surfer, die sich darauf bewegten.

Der Steig war so schmal, dass bei Gegenverkehr immer eine Partei stehenbleiben, und sich schmal machen musste. Das ging so bis zum Endpunkt.

Nach etwa wieder starken 1 ½ Stunden waren wir dann am Nordufer des Sees angelangt.

Anscheinend hat da der Bauer mit Bergsteigern oder anderen Touristen schlechte Erfahrungen gemacht, wir mussten seinen Hof und die angrenzenden Felder umwandern, um zur Bootsanlegestelle zu gelangen. 20 Minuten waren das noch einmal, der direkte Weg wäre keine 5 Minuten gewesen. „Hau ma a Oa d`rüber !“

Dann ging es in Achenkirch auf`s Schiff, „Tirol“ nannte sich dieses. Der Hund „Struppi“, der die ganze Zeit mit uns ging, musste laut Schifffahrtsstatuten zum ersten Mal in seinem Leben einen Maulkorb tragen, gepasst hat ihm das gar nicht.

Wir genossen diese Seefahrt, und verfolgten nochmals die von uns gegangene Strecke, und andere Sehenswürdigkeiten am Ufer, 35 Minuten dauerte diese Fahrt bis Pertisau.

Gisela hatte noch einen Trumpf im Ärmel, sie sagte, dass alle jetzt 1 ½ Stunden Zeit bis zur Heimfahrt haben, die kann jeder und jede so verbringen, wie er will.

Wir suchten uns an der Seeterrasse – direkt am Wasser einen schönen Platz mit Korbmöbeln – eigentlich viel zu elegant für uns verschwitzten Bergsteiger – und dann gab es Eis und Getränke….man gönnt sich ja sonst nichts. Wenn das Fassbier auch nur in o,3 Liter Gläsern
ausgeschenkt wurde, es schmeckte trotzdem.

Es war schon erholsam und schön, da in der Sonne zu sitzen, dem Nichtstun zu frönen, den anderen Leuten zuzuschauen, wie auch diese den Tag auf irgendeine Art genossen, Tretbootfahren, mit dem Elektroboot unterwegs sein, oder auch nur zu genießen, mit Kaffee und einem Stück Torte.

Um 17.00 Uhr traten wir dann den Heimweg an, der Sepp und die Franziska haben uns wieder gut nach Hause gebracht.

Die Gisela hat uns mit Ihrer angebotenen Tour einen wunderschönen Tag beschert, alle waren zufrieden.

Bericht: AK
Fotos: AK – HK – GM -JK