Viergipfeltour beim Predigtstuhl am 29. Juli 2019

Tourenbegleiter: Hannelore Kern

Hannelore Kern hat sich eine besondere Tour ausgedacht, eine Viergipfeltour mit Seilbahnunterstützung im Reichenhaller Gebiet.

Pünktlich um 7.00 Uhr waren die 15 angemeldeten Personen zur Stelle, dass heute ein besonders warmer Tag werden könnte, störte niemanden, man hoffte auf den Gipfelwind.

Knapp 1 ½ Stunden fährt man über die Autobahn, Ausfahrt Piding, von Haag bis Bad Reichenhall, die ca. 105 km bis zur Predigtstuhlbahn. Wir hatten vor, mit der ersten Bahn (9.00 Uhr) hinauf zu fahren, was auch gelang.

Der Fahrpreis hinauf und herunter kostet normalerweise 29,00 Euro, als Gruppe über zehn Personen erhielten wir den Gruppenpreis von 27.oo €. Dann gab es noch einen „Frühaufsteher-Bonus“, für Fahrgäste, die vor 10.00 Uhr mit der Bahn nach oben fahren, dieser betrug 4,00 €, einzulösen bei den Lokalitäten oben, Hotel oder bei der Almhütte Hochschlegel.

Diese Bergbahn ist keine von vielen. Diese Seil-Schwebebahn ist die „Grande Dame“ der Seilbahnen, sie ist weltweit die älteste, 90 Jahre alt – im Original erhaltene – Großkabinen-Seilbahn, sie war damals beim Bau ein Meilenstein im Seilbahnbau.

25 Personen plus Schaffner werden innerhalb 8,5 Minuten nach oben befördert, von 476 Hm bis 1583 Hm, das sind stattlich 1 140 m unterschied, oder 2,380 km, teilweise mit 75 % Steigung und teilweise 198 m über dem Boden.

Diese Bergfahrt ist alleine schon ein Erlebnis, ganz gleich, was man dann oben für Aktivitäten vor hat.
Und sie erspart einen schweißtreibenden Aufstieg von mindestens 2 ½ Stunden.

Unsere Gruppe hat sich die Besteigung von vier Gipfeln vorgenommen. Und es ging auch gleich los auf den Predigtstuhl (1613 Hm) der auch schnell in 10 Minuten erreicht war.

Hier bot sich eine gute Aussicht, auch auf die Gipfel, die wir heute im Visier hatten.

Vom Predigtstuhl ging es erstmals nach unten, zur „Almhütte Schlegelmulde“ , Frühschoppen gab es keinen, doch Hannelore ersuchte um Reservierung von 15 Plätzen, wenn wir in etwa 4 Stunden wieder zurück sind.

Auf ging es zum zweiten Gipfel, dem Hochschlegel (1688 Hm), man geht da von der Alm eine gute halbe Stunde in Serpentinen, bis man am Kreuz ist.

Zuerst ein Schluck aus der Getränkeflasche, dann ging es ans „Aussicht genießen“. Alle waren sie da, unsere guten, alten Bekannten: der Hochstaufen mit Zenokopf und Zwiesel, das Sonntagshorn, die Reiteralm, der Hochkalter, der Watzmann mit seinen drei Gipfeln, der Hohe Göll mit dem Hohen Brett, und viele andere mehr.

Dann gingen wir weiter, wir hatten ja noch einiges vor, der Karkopf – der höchste unserer geplanten Gipfel – mit 1738 Hm stand als nächster auf dem Programm. Auch hier ging es zuerst mal abwärts und dann wieder hinauf, eine halbe Stunde geht man, um diesen Berg – ebenfalls mit Gipfelkreuz – zu besteigen. Es ist immer wieder schön, die Umgebung zu betrachten, und die Freiheit am Berg zu genießen, bis wir uns dann den letzten Gipfel vornehmen.

Eine halbe Stunde noch auf den Dreisesselberg (1680 Hm), wie immer – zuerst hinunter und dann nach oben. Auch da befindet sich ein Gipfelkreuz, wenn man das letzte Stück durch die Latschen gemeistert hat.

Hier haben wir auch nach Norden einen sehr guten Ausblick, hinunter nach Bad Reichenhall, zum Lattengebirge, nach Salzburg und zu den Orten, die an der Straße nach Berchtesgaden liegen.

Bis jetzt hat der Gipfelwind immer das seine getan, damit wir nicht so sehr ins Schwitzen kamen, doch allmählich heizt der Planet Sonne gut ein, wir freuen uns auf einen schattigen Platz mit guter Bewirtung.

Ab jetzt geht es den gleichen Weg zurück, in Richtung Einkehr, zur „Almhütte Schlegelmulde“.
Nach vier Stunden Gehzeit haben wir unser Einkehrziel erreicht. Die Wirtin hatte uns zwei schöne Tische reserviert. Getränke nach Wunsch und zum Essen Gulaschsuppe, Kaspreßknödel, Suppe mit Gemüse und Rindfleischeinlage waren hauptsächlich die Gerichte, die gewünscht waren. Wie auch bei der Erkundungstour wurden wir bestens bedient, rasch, gut und preislich im Rahmen. Unsere Gutscheine haben wir hier natürlich eingelöst.

Nach dieser Labung gingen wir noch die Viertelstunde zur Seilbahn-Bergstation zurück. Der Lois sorgte auf den Wunsch der Gruppe auf dieser letzten Strecke mit einigen Witzen für Stimmung.

Noch ein wenig zur Talfahrt anstellen, und dann ging es wieder nach unten, zum Parkplatz wo unsere vier PKW`s gut vorgeheizt auf uns warteten.

Heimwärts hatten wir auf der Autobahn noch mit dem Stau zu kämpfen, wir waren jedoch alle noch vor 18.00 Uhr zu Hause. Der Tag bot noch genügend Zeit, nach dem Duschen in einem Freibad, oder einem Biergarten, oder auf der häuslichen Terrasse den Tag ausklingen zu lassen.

Hannelore hatte eine tolle Tour für uns, durch die Seilbahn-Unterstützung hatten wir an diesem sehr warmen Tag nur die Rosinen ohne Trockenkuchen gehabt.

Bericht: AK
Fotos: AK + HK