Skihochtouren auf der Zufallhütte Ostern 2019

Nachdem leider einige Teilnehmer wieder abgesagt haben fuhren wir zu siebt mit dem Gemeindebus um 5:00 Uhr von Haag Richtung Reschenpass.

Sepp hatte die gute Idee am Karfreitag schon auf der Hinfahrt eine Tour zu gehen, um noch den guten südseitigen Firm zu nutzen. Die Wahl fiel auf den Glockhauser (3004m) im Langtauferer Tal.

So ging es noch etwas verschlafen vom Parkplatz in Melagg neben einem schon im Sommerschlaf befindlichen Schlepplift bergauf. Nach wenigen Metern stellte sich ein echtes Hindernis in Form eines Gebirgsbaches in den Weg. Sepp testete die Wassertemperatur und wir kamen zum Schluss, dass wir lieber weiter Skitour gehen und nicht die Badesaison eröffnen.

Nach einer kleine Tragepassage ging es in den Talgrund und bei herrlichem Wetter bergauf. Die frühlingshaften Temperaturen bewegten Karl dazu den Gipfel bereits weiter unten zu erklären und sich etwas zu sonnen. Der Rest von uns ging noch den Gipfelhang hinauf.

Oben hatten wir eine herrliche Fernsicht, aber doch etwas zu viel Wind. So entschlossen wir uns den Firn bester Qualität des Gipfelhangs ohne ausgedehnte Brotzeit auszukosten. Im Tal hatte das Cafe auch schon geöffnet und wir holten dort die Gipfelrast und den Espresso nach.

Anschließend ging es weiter Richtung Süden und zum Ausgangspunkt im Talschluss des Martelltals.

Mit den schweren Rucksäcken ging es zügig die 200Hm Richtung Hütte nach oben. Oben angekommen teilten wir uns in eine Komfort-Zimmer-Gruppe und (die echten Bergsteiger) in eine Lagergruppe auf. Das Abendessen war (auch die folgenden Tage) sehr gut und reichlich. Als Vorspeise Pasta, dann Fisch und zum Abschluss ein Dessert. Zusätzlich gab es noch einen guten italienischen Espresso und Rotwein zur Stärkung der roten Blutkörperchen.

Am Karsamstag wählten wir als Ziel die Köllkuppe mit 3330m und etwas mehr als 1100 Hm Aufstieg. Auf italienisch heißt dieser Berg Cima Marmotta (Murmeltierspitze), aber die Tierchen hielten Winterschlaf und kamen nicht zu Besuch. Der Aufstieg ging an der Martellhütte vorbei über leichtes Gletschergelände und dann auf einen etwas steileren Gipfelhang zu.

Klaus und ich nahmen noch den Nebengipfel mit, bevor es in schönem Pulverschnee bergab ging. Weiter unten war der Schnee noch ziemlich hart und so entschlossen wir uns zu einer Zwischenpause mit Mahlzeit, Getränken und Espresso auf der Martellhütte. So konnten wir sehr entspannt die Zeit bis zum optimalen Firn überbrücken.

Für den Sonntag hatten wir die Königstour auf den Monte Cevedale (3769m) und die Zufallspitze (3757m) geplant. da wir über 1600 Hm vor uns hatten war bereits um 6:30 Uhr Abmarsch und es ging im sehr harten Schnee mit Harscheisen die Steilstufe zur Martellhütte empor. Anschließend folgte ein langer Marsch über den flachen Zufallferner.

In weitem Bogen – Martin machte noch eine Extratour zu den 3 Kanonen – ging es dem Gipfelhang entgegen. Zum Glück fanden wir im steilen Gipfelhang eine perfekte Spur und gute Schneeverhältnisse. Leider hat das schöne Wetter viele andere Bergsteiger auch auf diese Idee gebracht und wir mussten den Gipfel mit vielen anderen teilen. Sogar zwei Hunde waren am Gipfel und Sepp fütterte Sie ein wenig. So entstehen Freundschaften.

Nach kurzer Abfahrt folgte der zweite Gipfel des Tages mit der Zufallspitze. Die letzten Meter zum Gipfel erkletterten wir und hatten wieder eine herrliche Fernsicht. Die Abfahrt war etwas zweifelhaft was den Schnee betraf und so wechselte sich Pulver mit leichtem Bruchharsch ab. Die letzten Meter waren wieder bester Firmgenuss.

Auf der Hütte hatten wir die Entscheidung zwischen Dämmerschoppen und Sauna zu treffen. Wir wählten das herrliche Wetter auf der Terrasse und genossen hier noch die letzten Sonnenstrahlen.

Am Abschlusstag ging es zur Madritschspitze (3265m). Wieder ging es Richtung Martellhütte, allerdings bogen wir diesmal etwas früher ab und stiegen in bestem Skitourengelände zum Gipfel, der dann doch ziemlich überraschend kam.

Nachdem ich zwei Tage das Seil tragen durfte war der Rucksack ohne diese sehr angenehm. Die Abfahrt war der pure Firngenuß und die Pressefotografen konnten einige Bilder und Filme machen.

Da wir schon Mittags auf der Zufallhütte waren gab es noch ein Mittagessen, bevor diese herrlichen Tage mit einer Abfahrt mit schweren Rücksäcken zum Auto endeten.

Sepp Gaigl hat die Osterskitouren perfekt organisiert und es war für Karl, (Getreide-) Klaus, (den großen-) Klaus, Martin, Franz Josef und Heinz eine Freude mitzugehen.

Heinz