Mittwochstour zum Dandlberg am 11. April 2018

Tourenbegleiter: Gudrun Frey

Um 8.00 Uhr fuhren wir mit zwei PKW`s weg, wir waren 6 Personen und ein Hund.

Unser Ziel war Altenbeuern (457 m), bei Neubeuern, da konnten wir unsere Autos am Parkplatz bei der Kirche parken, und von da aus ging es dann zu Fuß weiter.

Wir machen heute eine Rundtour, Aufstieg in Richtung Osten, dann nach Westen bis zum Gipfel und zur Dandlbergalm nach wieder ins Tal. In der Nähe sehen wir die Burg von Neubeuern, und von der Weite grüßt der Wendelstein mit seinen Nachbarbergen im „weissen Gewande.“

Bei unserer Tour brauchten wir weder Grödel oder Gamaschen, Schneekontakt hatten wir heute keinen.

Bereits nach kurzem Marsch – noch in der Ebene – zeigte uns Gudrun eine Rarität, den „Mühlsteinbruch Hinterhör“

Wir gehen da hinab zu dem großen Felsen, wo man noch genau erkennt, wo man früher die Mühlsteine für Getreidemühlen in mühsamer Arbeit heraus arbeitete, und mit der Innschifferei in die ganze Welt verschickte. Hautnah sind wir an diesen Zeitzeugen vergangener Jahre, wir finden das sehr interessant, hier wird auch beschrieben, wie man diese runden, schweren Kolosse dem Felsen abgewann.

Als wir dann den Weg aufwärts weitergingen, wurde uns bewusst, dass die Natur ihr Füllhorn – voll mit Frühlingsblumen – da ausgeschüttet hat.

Gudrun – und auch einige andere in unserer Gruppe – wissen die Namen, der vielen verschiedenen Blumen, und so erfahren wir, dass wir:

u. a. Lungenkraut, Seidelbast, Buschwindröschen, Zahnwurz, Huflattich, Waldschachtelhlam, Schafbockskraut, Beinwell, waren nur einige der Blumen, die wir betrachten und fotografieren durften.

Auch einige Feuersalamander gaben sich die Ehre, sie suchten an Rinsalen ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken.

Schilder – im unteren Bereich klärten uns auf, dass wir uns auf den Routen „Radeln um Rosenheim“ und dem „Panoramaweg“ dieser Gegend befanden.

Vorbei an den Ruinen der Burg „Althaus“, die 1604 „durch wildes Feuer“ zerstört wurde, kamen wir dann auf eine Hochebene – nach Wieslering, wo Gehöfte und eine Kirche waren. Die Kirche besichtigten wir dann auch von innen. Beim nahen Weiler „Dorfen“ sagt uns dann eine Wegmarkierung, dass es auf den Dandlberg (910 m) noch eine Stunde zu gehen ist.

Gleich in der Nähe befinden sich imposante Linden, mit dickem Stammdurchmessern, und gigantischem Astwerk, natürlich im Moment ohne Laub.

Der Weg führt in den Wald, und zum Gipfelkreuz, welches einfach und nicht einmal körpergroß ist. Bescheiden war dieses Kreuz, die Aussicht nach Norden war hingegen recht ordentlich, Rohrdorf, Rosenheim und das übrige Flachland konnten wir gut erkennen.

Heute hatten wir eine längere Gehzeit, als ausgeschildert war, die Tatsache, dass wir öfters Pausen einlegten, um schönes und interessantes zu bestaunen und zu fotografieren, hatten halt ihre Zeit gefordert.

Dann war das nächste Ziel die Dandlbergalm. Wir marschierten nach dem Gipfelkreuz am Kamm des Berges nach Westen, und dann ging es auch schon abwärts, bis zu unserer Einkehr.

Als wir so auf den Bänken im Freien unsere Russenhalbe und den Wurstsalat genießen, sind wir zur Erkenntnis gekommen, dass heute bereits der Tag gewesen wäre, das erste Mal in dieser Saison die „Kurze“ anzuziehen.

Der Steig ins Tal hatte auch noch eine Überraschung für uns bereit. Beiderseits des Weges waren riesige Flächen mit Bärlauchblättern, jetzt noch nicht in Blüte.

Um 15.00 waren wir – nach einem Marsch von etwa 1 1/2 km auf der Landstraße – wieder bei unseren Autos, und eine Stunde später in Haag.

Klein (weil der Gipfel keine 1000 m hoch war – 453 hm sind wir in einer weiten Schleife nach oben gegangen), aber fein – so könnte man diese heutige Tour beschreiben, heute hat uns Gudrun eigentlich zu einer Blumenwanderung geführt, wenn diese Tour auch nicht so ausgeschrieben war.

Wer gerne Bergblumen betrachtet und marschiert, und nicht dabei war, der hat was versäumt……

Bericht: AK
Fotos: AK
Fotos: HK