Kaiser Reibn am 28. / 29. September 2019

Die Woche über sah es schon sehr danach aus, dass ich die Bergtour im Kaiser wegen dem schlechten Wetter absagen muss aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich am Schluss.

Für den Samstag hat der Wetterbericht im Laufe des Tages eine deutliche Wetterbesserung vorhergesagt und am Sonntag soll es gutes Bergwetter geben, aus dem Grunde sind wir zu fünft am Samstag früh in Haag gestartet. Auf dem Weg nach Kufstein haben wir die Christine in Rosenheim noch mitgenommen.

Am Parkplatz in Kufstein Sparchen fiel noch Regen. Wir gingen bewaffnet mit Regenjacken und Regenschirmen die vielen Treppen ins Kaisertal hoch zur Ritzaualm. Der Regen ließ schön langsam nach so, dass wir uns entschlossen gleich zur Vorderkaiserfeldennhütte zu gehen. An der Hütte begann es wieder heftiger zu regnen so war der Entschluss für einen Kaffee und Kuchen in der Hütte schon gefallen.

Nach einer guten halben Stunde war es vorbei mit dem Regen und wir konnten mit dem Sammeln der Gipfel im Zahmen Kaiser beginnen. Als ersten gingen wir auf die Naunspitze 1633m, dann auf das Petersköpfl 1745m, dann auf die Pyramidenspitze 1998m und am Schluss noch auf die vordere Kesselschneid mit 2002m.

Es war den ganzen Tag bewölkt aber die Sicht war gut, insofern waren die Bedingungen für die Tour nicht schlecht.

Von der vorderen Kesselschneid gibt es einen Weg ins hintere Kaisertal nach Hinterbärnbad. Der Abstieg zog sich hin, denn es sind ja fast 1200Hm die zum Anton-Karg-Haus abgestiegen werden mussten.

In der Alpenvereinshütte Anton-Karg-Haus hatten wir dann noch das Glück, dass einige abgesagt hatten und wir noch Zimmer anstatt dem gebuchten Lager bekommen haben. Die beiden Damen hatten ein 2er Zimmer und wir vier Männer ein 4er Zimmer. Das Abendessen im Anton-Karg-Haus war hervorragend und eher zu viel, ein Teilnehmer schaffte nach den sehr reichlichen Schweinsbraten noch einen Kaiserschmarrn als Nachspeise.

Für den Sonntag haben wir uns den Kaiserschützensteig vorgenommen. Die Tour ist sehr lange, aus dem Grunde wollte ich schon möglichst früh starten. Leider gab es das Frühstück erst um 7 Uhr, so, dass wir erst um viertel vor acht loskamen.

Wir gingen erst ein Stück auf der Straße in Richtung Hans-Berger-Haus und bogen dann kurz vor der Hütte rechts in den Weg zu den Scharlinger Böden ab. Nach ca. 1,5 Stunden waren wir am Einstig vom Kaiserschützensteig. Der Kaiserschützensteig ist zum Teil ein Klettersteig und vielfach eine alpine Bergtour mit Kletterstellen bis in den 2ten Schwierigkeitsgrad.

Gleich am Einstieg ist eine der schwierigsten Stellen, wer die Stellen ohne Probleme meistert sollte die anderen schwierigeren Stellen auch begehen können.

Der erste Gipfel war dann die kleine Halt mit 2122m an der erst mal eine Brotzeit fällig war. Am Gipfel trafen wir die Gruppe vom Wasserburger DAV zum zweiten Mal, das sollte sich an jedem Gipfel wiederholen. Der nächste Gipfel war dann die Gamshalt 2289m bevor wir auf den höchsten Kaisergipfel die Elmauer Halt mit 2340m erreichten. Bis zur Elmauer Halt war es sehr ruhig aber auf der Elmauer Halt war dann richtig Trubel. Der Anstieg von der Gruttenhütte ist viel kürzer und einfacher, aus dem Grunde wird die Elmauer Halt fast nur von der Südseite begangen.

Nach der Gipfelbrotzeit stiegen wir ein Stück auf dem Weg in Richtung Gruttenhütte ab und bogen dann den steilen Weg in die Rote Rinnscharte ab. Der Weg von der Rote Rinnscharte zu den Scharlinger Böden ist sehr steil und anspruchsvoll. Das letzte Stück zu den Scharlinger Böden war dann noch eine schöne Schotterabfahrt. Von den Scharlinger Böden ging es auf dem Aufstiegsweg wieder zurück zum Anton-Karg-Haus in dem es noch Kaffee und Kuchen oder ein Bier gab, bevor wir durch das lange Kaisertal zurück nach Kufstein gingen.

Das Wetter hat sich genau nach unseren Anforderungen der Tour gerichtet war die Aussage eines Teilnehmers, so konnten wir eine anspruchsvolle Bergtour im Kaisergebirge voll genießen.

Dabei waren: Christine, Anna, Werner, Ludwig, Sepp A und Sepp Gaigl als Organisator

Bericht Sepp Gaigl