Hüttenwochenende am Meissner Haus vom 6. bis 8. März 2020

Ein gemeinsames Hüttenwochenende von Schneeschuhgehern und Skitourengehern, das Ganze auf der Hütte unserer Partnersektion Grafing/Ebersberg, das war das Ziel am ersten Märzwochenende, kurz gesagt: Kontakte herstellen bzw wiederbeleben, aber natürlich in Verbindung mit mit schönen Touren bei Sonne & Pulverschnee.

Den Start machten Klaus & Karl am Freitag morgen mit der Fahrt nach Tulfein zur Glungezerbahn, mit deren Hilfe wir die ersten Höhenmeter zurücklegten und den grünen Wiesen entflohen. Es waren aber immer noch 1100 Hm tlw entlang von Pisten über den Schartenkogel auf die Sonnenspitze.

Nach einer Suppe und einem Erfrischungsgetränk ging es bei schlechter Sicht und wechselhaftem Schnee mit einem Verhauer runter ins Viggartal zum Meissner Haus, wo wir am frühen Abend die Schneeschuhgeher um Werner sowie Kathrin und Foly in Empfang nahmen.

Nachdem sich für Samstag Morgen noch Sepp und Peter angesagt hatten, liessen wir uns mit dem Frühstück Zeit und starteten dann gemeinsam bei leichten Schneefall zum Morgenkogel.

Der Aufstieg beginnt mit einer geschützten Waldschneisse, die später herrlichen Abfahrtsgenuss bereit hielt, oben dann mässige Sicht und kalter Wind.

Gleichzeitig veranstalteten unsere Hreunde aus Grafing ihren “Goaßbocklauf” ein kleines Hinderniss-Rennen mit Fragespielen zwischendrinn.
Da dadurch die Grafinger stark vertreten waren, konnten wir viele Kontakte knüpfen und erneuern.

Karl

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Mit dem Haager City-Bus fuhren vier Schneeschuhgeher und zwei Skitourengeher am Freitagmittag nach Patsch-Ellbögen, um noch rechtzeitig vor Sonnenuntergang auf dem Meissner Haus im Viggartal anzukommen.

Aufgrund der aktuellen, talnahen Nicht-Schneelage konnten wir diese Strecke zum 1.707 Meter hoch gelegenen Haus der Sektion Ebersberg-Grafing locker mit unserem normalen Schuhwerk bewerkstelligen. Im Meissner Haus erwarteten uns bereits Karl und Klaus und wir konnten– nach dem Beziehen unserer Zimmer- bzw. Lagerplätze – gemeinsam das Abendessen genießen. Hierzu leisteten uns einige Mitglieder der Nachbarsektion Gesellschaft und auch die am Nachbartisch „übenden“ Bergliederfreunde aus München konnten die gute Laune und Vorfreude auf die nächsten beiden Tage nicht trüben.

Am Samstag ließen wir es gemütlich mit Aufstehen um etwa 7 Uhr, anschließendem Frühstück und Tourenstart um 9 Uhr angehen. Die Schneeschuhfraktion hatte sich die Kreuzspitze (2.746 Meter) zum Ziel auserkoren. Leider war das Wetter nicht wirklich schön, sprich es schneite leicht und die Sicht war mäßig. Dennoch kamen wir anfangs noch flott auf vorhandenen Gehspuren voran.

Beim Überschreiten des Mühltaler Bachs waren dann aber keinerlei Wegspuren mehr ersichtlich, so dass wir ab sofort selber spuren mussten. Hier wählten wir anfangs noch spontan die wahrscheinlich schwierigere Variante am Bach entlang bevor wir durch steiles Gelände und tiefen Schnee zum Viggar Hochleger hochzogen. Anschließend folgte eine längere Querung des steilen Talgeländes Richtung Seegrube. Hier wurde das Gelände dann deutlich steiler und die Spurarbeit aufgrund des relativ hohen Neuschnees der Vortage anspruchsvoller.

Zusätzlich mussten wir aufgrund der schlechten Sicht sehr häufig unsere Orientierungshilfsmittel heranziehen. Etwa 200 Höhenmeter unter der dem in Wolken verhüllten, nicht sichtbaren Gipfel entschieden wir uns gegen 13:30 Uhr schon etwas erschöpft dann vorsorglich zum Umdrehen. Etwas unterhalb dieser Stelle machten wir noch Brotzeit und kehrten dann zurück zum Meissner Haus.

Nach dem Frischmachen und dem Abendessen wurde es noch ein lustiger und unterhaltsamer Abend, den Skitouren- und Schneeschuhgeher einträchtig untereinander verbrachten. Pünktlich zur üblichen Hüttenruhezeit um 22 Uhr zogen wir uns auch alle zurück um für den nächsten Tag gerüstet zu sein.

Die Schneeschuhgeher traten ihre Tour auf den Morgenkogel (2.607 Meter) dieses Mal ohne weibliche Unterstützung wiederum gegen 9 Uhr morgens an. Bei Traumwetter machte der Aufstieg sichtlich Spass, wir kamen gut und vor allem sehr flott auf den Vortagesspuren der Skitourentruppe voran. Ohne wesentliche Spurarbeit und Schwierigkeiten ging es an der Signalkuppe vorbei zum Gipfelgrat des Morgenkogels. Diesen erreichten wir um kurz nach 11 Uhr.

Hier zog es allerdings so unangenehm kalt, dass wir den Gipfel nach dem Gipfelselfie so schnell wie wir ihn auch erreicht hatten wieder verließen. Auf flachem Gelände machten wir dann unterstützt von Sonnencreme und Sonnenbrille eine längere Mittagspause, bevor wir uns an die „Abfahrt“ im Tiefschnee unterhalb der Signalkuppe zum Meissner Haus machten. Hier machten wir alle Vier noch eine Kaffeepause, rechneten unser Wochenende mit dem Hüttenwirt ab und starteten den Abstieg zum Parkplatz.

Werner

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Für den Sonntag hat der Wetterbericht ein Zwischenhoch vorhergesagt, die ersten Anzeichen haben wir am Samstagabend schon gesehen. So wie angekündigt, war der Morgen wolkenlos und wir konnten bei traumhaften Wetter unsere Skitour zur Kreuzspitze angehen.

Vom Meißner Haus weg gingen wir erst auf einem Forstweg dem Bach folgend und dann links hinauf zum Viggar Hochleger. Kurz hinter dem Viggar Hochleger bogen der Karl und der Klaus in Richtung Glungezer ab um wieder zurück zu ihrem Auto zu gelangen.

Mit dem Rest von der Gruppe (Kathrin, Foly, Peter) ging ich den Südhang unter dem Glungezer querend in die Seegrube von der aus es steiler wurde. Über wunderschöne Pulverhänge in ideal geneigtem Skigelände erreichten wir nach gut 3 Stunden das Joch zwischen der Durrenseespitze und der Kreuzspitze. Bis dahin war es relativ windstill und sehr angenehm zu gehen. Am Rücken zur Kreuzspitze kühlte uns der kalte Nordwind ganz schön ab.

Nach knapp vier Stunden waren wir am Gipfel der 2746m hohen Kreuzspitze angelangt. Wegen dem kalten Nordwind machten wir nur die üblichen Gipfelfotos und fuhren von der Scharte noch 100 Höhenmeter im wunderbaren Pulverschnee ab um an einem sehr sonnigen und warmem Platzerl die Gipfelbrotzeit nachzuholen.

Die Abfahrt in die Seegrube in dem Pulverschnee war der Genuss und das Highlight für uns vier. Von der Seegrube mussten wir ganz kurz aufsteigen um in der langen Querung wieder zurück zum Viggar Hochleger zu kommen. Auf den letzten Höhenmeter auf der Südseite war es mit dem feinen Pulver leider vorbei. Die Märzensonne hat den Pulverschnee schwer werden lassen aber er ging noch gut zu fahren.

Auf den Letzen Metern zum Meißner Haus haben wir die Schneeschuhgeher die bereits im Abstieg waren getroffen. Sie sind etwas früher als wir vom Morgenkogel zurückkamen. Wir konnten noch einkehren und sind dann auf den Punkt zur gleichen Zeit am Parkplatz bei den Autos angekommen.

Sepp

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Die Route vom Viggar-Hochleger zum Glungezer war frisch verschneit, so durften Klaus und ich die komplette Route neu spuren, was zum Schluß wegen einer lockeren Pulverauflage auf einer alten Harschschicht noch einige Mühen kostete, die aber von einer herrlichen Abfahrt in der Nordflanke des Glungezers belohnt wurde.

Noch einige pulvrige Schwünge im Gelände, eine Pistenabfahrt zum Halsmarter und wir konnten nach einem gelungenen Wochenende die Heimfahrt antreten.

mit dabei waren Ina & Lars, Kathrin & Foly, Sepp A, Werner, Sepp G., Peter, Klaus und Karl

Bericht: Karl