Gindelalmschneid-Gindelalmen-Rundweg am Sonntag, 13. Oktober 2019

Tourenbegleiter: Alois Kern

Vierzehn Teilnehmer waren versammelt, als wir uns um 7.00 Uhr früh am Postparkplatz zur Abfahrt trafen. Über Tuntenhausen, Irschenberg, Miesbach, Schliersee fuhren wir den „Hennerer-Parkplatz“
( 840 hm) an. Normal heisst es „Morgenstund` – hat Gold im Mund“, heute hieß es „Morgenstund` – ist für den Parkplatz g`sund“, wir konnten uns die Parkplätze noch aussuchen.

Bereits jetzt kündigte sich an, dass wir heute für unsere Tour ein „Kaiserwetter“ kredenzt bekommen, und das ist gut so.

Unsere Gruppe machte sich auf den Weg, beim „Hennerer links vorbei, „Gindelalmschneid ( 1335 hm) über Kreuzbergalm“ ist unsere Tour. Bei dem Weg rechts vom Hennerer soll sich nachmittags unser Rundgang schließen.

Am Anfang gehen wir eine noch seicht ansteigende Kiesstraße. Nach etwa 40 Minuten wechselte diese in einen Bergweg über, dann ging es durch den Wald, bis wir anschließend bei den freien Wiesen ankamen.

Von hier aus sahen wir bereits den steilen Wiesenhang, den wir über ausgewaschene Trittpfade – von Menschen und Rindviehern – hoch gingen. Dort oben angekommen, kam dann der gemütlichere Teil, nur mehr eine leichte Steigung war es bis zum Gipfel mit dem Gipfelkreuz, von dem wir unser nächstes Ziel – die Gindelalmen – schon in greifbarer Nähe sahen.

Bis zum Kreuz der Gindelalmschneid gehen wir ca. 2 Stunden, weitere 20 Minuten bis zu den tiefer gelegenen Gindelalmen.

Am Gipfel machten wir eine Rast mit Foto-Shooting, und dann ging es zum Mittagessen, wo wir bereits 11.15 Uhr ankamen. Bei so einem tollen Wetter ist man natürlich nicht allein in der Bergnatur. Wir konnten zwei Tische belegen, einen davon nur zeitbegrenzt.

Ich habe am Freitag bei den Gindelalmen (1242 hm) tel. angefragt, ob man am Sonntag früh Plätze für uns zu Mittag reservieren könnte, da sagte der freundliche Wirt: „Wir haben bereits viele Reservierungen, und am Sonntag geht eh die Welt unter…“, er meinte damit, dass der Touristenansturm am Sonntag gewaltig werden wird.

Nachdem wir uns mit Kaspressknödeln, Wurstsalaten, Eiern mit Speck usw. , sowie Getränken gestärkt hatten, verließen wir die mittlere der drei Gindelamen. Hier trennte sich unsere Gruppe, eine PKW-Mannschaft ging noch den Weg zur Neureuth-Hütte, um auf den Tegernsee hinab zu blicken, den anderen zwei PKW-Besatzungen gingen direkt den kürzeren Weg bis zum „Hennerer“, den man in einer knappen Stunde erreichten.

Und jetzt wurde uns bei diesem Abstieg klar, was der Hüttenwirt mit dem Ausdruck „…geht eh die Welt unter….“ meinte. Bei diesem Abstieg kamen uns Aufstiegskarawanen entgegen, ganze Großfamilien, mit Kinderwagen, oder mit Kindern in der Kraxe getragen, sowie andere Gruppen von Leuten in jedem Alter gingen da hinauf, alle wollten an diesem schönen Tag auf den Gindelalmen Brotzeit machen, oder Kaffee trinken, und den schönen Tag genießen.

Wo diese Mengen Platz finden werden, ist fraglich, ein Teil davon wird sich sicher auf der grünen Wiese nieder lassen, was ja auch ganz urig ist. Wir hatten Glück mit unseren Sitzplätzen, „Morgenstund hat doch Gold im Mund….!“

Beim „Gasthof Hennerer“ kehrten wir zum Abschluss noch zum Kaffeetrinken ein, nicht zuletzt auch als ein kleines Dankeschön für den kostenlosen Parkplatz. Schön in der Sonne – Vitamin D tankend – genossen wir diesen Abschluss unserer Tour, bevor wir den Heimweg antrafen.

Jetzt sahen wir erst, wie viele Menschen hier ihre Autos parkten, an Parkplätzen und auf den Straßen, teilweise war es da eine Slalom –Fahrt, wenn Gegenverkehr kam, mussten beide Richtungen tolerant sein.

Von Schliersee bis nach Miesbach hieß es „gelassen bleiben“, teilweise im Schritttempo bewegten sich die unsere Kolonne, und in der Gegenrichtung war es nicht anders. Wir ärgerten uns nicht, wir hatten heute so viel positive Energie getankt, dass wir meinten: „Was wäre ein Ausflug in dieses schöne Gebiet, ohne Stau….?“

Hier fiel mir ein guter Spruch ein, den ich bei der 3-Seen-Winterwanderung an einem Kiefersfeldener Haus einmal entdeckte: „Reich ist der, der mehr Träume hat, als die Realität zerstören kann ….“

Ab Miesbach konnten wir dann wieder wie gewohnt fahren, und nach 1 ¾ Stunden waren wir wieder bei den Autos der Mitfahrer am Postparkplatz in Haag. Es war noch genügend Zeit um was zu unternehmen, vielleicht auf das „Haager Kirchweihfest „ zu gehen und a Maß`l stemmen, oder den Tag gemütlich auf der Terrasse ausklingen zu lassen.

Es war ein schöner Tag, mit gemütlichen Teilnehmern, einer nicht zu anstrengenden Tour, und einem Kaiserwetter, was will man mehr ?

Bericht: AK
Fotos: AK
Fotos: HK
Fotos: AF