Bergtour auf den Hochkalter 2610m am Sonntag, 11. August 2019

Da der Wetterbericht leider mal wieder kein stabiles Wetter vorhergesagt hat konnten wir die Tour in den Lechtaler Alpen nicht durchführen.

Eine passende Alternative wurde schnell gefunden. Es sollte über den Blaueis Gletscher auf den Hochkalter gehen. Auf diese Weise wuchs unsere Gruppe sogar noch um einen Teilnehmer an.

Wir starteten in Haag um 5:30 Uhr und sammelten Sepp kurz nach 6 Uhr in Altenmarkt auf. Um 7:30 Uhr starteten wir dann am Parkplatz Seeklause in Ramsau.

Eigentlich wollten wir langsam losgehen, doch das Berchtesgadener Tempo lag in der Luft und so ging es in 1,5 Stunden die 800 Hm zur Blaueishütte hinauf. Hier zeigte sich unsere geplante Tour noch etwas wolkenverhangen, aber wir konnten den nördlichsten Gletscher der Alpen oder was davon noch übrig ist sehen.

Nach einer kurzen Rast ging es zum Gletscherrand und wir legten die Steigeiesen und Gurte an. Auf dem Gletscher hatte es Trittfirn und Sepp dachte schon wieder ans Skitourengehen (trotz eher suboptimaler Pistenverhältnisse). Anfangs flach steilte sich der Gletscher immer weiter auf und hatte am Ende fast 50°. Dennoch waren die Verhältnisse optimal und auch die Randkluft war kein Problem.

Der Fels war anfangs nass und es lag viel Schutt im Weg. Zum Glück gab es einige Fixseile, die der Aufstieg erleichterten. Nachdem wir die Blaueisscharte erreicht hatten kamen wir auch in die Sonne und konnten die letzten 300 Hm in anregender IIer Kletterei angehen.

Der meist feste und raue Fels machte allen sichtbar Freude am Klettern. Leider war die Orientierung nicht ganz einfach und so kletterten wir auch ein paar Extrameter. Doch nach guten 5 Stunden kamen wir direkt am Gipfelkreuz heraus und waren sichtbar stolz auf unsere Tour.

Nach der verdienten Gipfelrast ging es an den Abstieg über den schönen Fleck. Dort erwarteten uns auch noch ein paar Kletterstellen im IIen Grad. Zum Schluss ging es noch über ein Geröllfeld hinunter.

Nach dem Wechsel von Hochtourenkleidung auf die Sommerhose marschierten wir froh zur Hütte. Dort gab es zur Belohnung ein gutes Stück Kuchen und eine Halbe (alkoholfreies) Bier.

Den Abstieg von der Hütte bewältigten wir schon im Schatten und freuten uns, dass wir nicht mit den Aufsteigern tauschen mussten, die Rucksäcke für eine einmonatige Expedition trugen.

Nach guten 10 Stunden kamen wir glücklich und zufrieden wieder am Auto an und freuten uns über die niedrigste Hochtour der Alpen und 1800 Hm Auf- und Abstieg.

Dabei waren Sepp G., Werner R. und Heinz O.